Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1626377
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XXXIX. 
.LAND 
Cointe in Paris waren 
seine Lehrer, und na- 
mentlich Conite hat 
ihn stark beeinHusst, 
so wenig Bisschop 
storllich ihm folgte. 
nRCIHbIJHdt, in die 
anatomische Vorles- 
ung gehende, war 
das einzige geschicht- 
liche Bild, das er 
1855 zur Ausstellung 
brachte. In Leuwar- 
den in Friesland ge- 
boren, siedelte er sich 
später auch als Maler 
in seiner Heimath 
an, wo so viele altc 
Kostüme mit Gold- 
ketten, Spitzenhäub- 
chen und sehwerfalt- 
igen bunten Röcken 
sich erhalten haben, 
und wurde denSchil- 
Bisscbojv: Mrmenscbein in Haus und Her; derer  
der Belgier Adolf 
Dillens der Schilderer Seelands war. Die grossen alten Interieurinalel" 
de Hoogh und van der Meer wurden seine technischen NVegweiser. 
Einfallentles Sonnenlicht im geschlossenen Raum kann kaum mit Wär- 
merer Leuchtkraft gemalt werden. Einer grossen, mattregenbogen- 
iirbenen Staubsätile gleich Huthet es vom Flurfenster herein, fallt voll 
auf die Idiüriiiigel, auf die Diele, auf die über den Tisch gebreiteten 
tiefrothen Decken mit der breiten gemusterten weissgrundigen Borde, 
und in diesem goldigen, das ganze Zimmer durchleuchtendeil Sonnen- 
schein bewegen sich ein paar ruhige, stille Menschen. Ein altes 
Mütterchen tritt etwa herein und bittet die junge Hausfrau um Brod; 
oder Mann und F rau sitzen Abends an der Wiege des Iüngstgeborenen, 
oder ein junges Mädchen in Weissem Hiiubchen steht am Fenster, 
in den Brief ihres Liebsten vertieft. 
501m enscbein
        

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