Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1626261
Israels. 
Müde 
Was das Land anlangt, liegt keine Schwierigkeit vor, denn wir sind 
Landsleute, und die Niederlande haben, abgesehen von einigen 
Hektaren neuer Erwerbungen auf dem Ozean ihr Aeusseres in den 
zwei Jahrhunderten wenig verändert. Nur hinsichtlich der Zeit 
heisst es, jeden Gedanken iitisserlicher Nachahmung aufzugeben. 
Ahmen wir unsere grossen Meister nach, nicht um noch einmal zu 
machen, was sie zu ihrer Zeit gethan, sondern um das zu machen, 
was sie gethan haben würden, hätten sie in unserem Jahrhundert 
gelebt. Der Besuch der französischen Ausstellungen seit dem Ende 
der 50er Jahre befestigte diese Bestrebungen. Durch die Bilder Millets 
und Daubignys wurden die jungen Holländer belehrt, dass sie gar 
keine Historienbilder in die Welt zu setzen, sondern ganz wie ihre 
Ahnherrn im I7. Jahrhundert, nur die Ufer des Meeres, den Strand, die 
Dünen, die Canäle der alten holländischen Städte nach ihren Geheim- 
nissen zu fratgen brauchten, um, Maler, moderne Maler zu sein. Hatte 
man an jenen Alten sehr mit Unrecht bisher das alte Gewand und 
die Sitten vergangener Zeiten nachgeahmt, so handelte es sich jetzt 
darum, ihnen im Prinzip zu folgen. Denn ihren Zeitgenossen boten 
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