Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1625731
XXXVII. 
ENGLAND 
die Natur in ihren sanf 
ten Phasen zu erfassen, 
ist bei Allen das gleiche. 
Alle saugen aus der 
Wirklichkeit, gleich 
den Bienen nur das 
Süsse. Die ernste, zarte, 
tiefinnerliche Kunst 
Walkers hat sie Alle 
beeinflusst. 
Der Feierabend, das 
Ende des Sommers, 
die Dämmerung, der 
Herbst, der bleiche und 
vergoldete Himmel, die 
abgestorbenen Blätter 
haben Wohl den tief- 
sten Eindruck auf die 
englische Seele ge- 
macht. Die Stunde, 
Sclmee 
Bougbton : 
 wenn die Arbeit auf- 
hört, die Ruhe beginnt 
die Jahreszeit, wo man anfängt zu 
len für dieses Volk, das bei seiner 
Frühling. 
und die Leute nach Hause gehen, die 
heizen, das sind die liebsten Stunden 
rauhen Energie so gefühlvoll und zart ist. Die Ruhe bis zur Er- 
schlaifung, bis zu dem Stadium, wo sie in sanfte Melancholie über- 
geht, nicht die Arbeit ist das Thema der Bilder. 
Wie viele mögen seit 30 Jahren gemalt sein, auf denen die 
Leute Abends über's Land von der Arbeit zurückkommen. Mit ver- 
liebten Augen betrachten die Grossstädter das Land, besonders das 
in der Nähe der Stadt, nicht die Partien, die Rallaelli malt, sondern 
die Parkanlagen und öffentlichen Gärten. Weiche Wellige Thäler, 
sanft hingelagerte Hügel dehnen sich aus, die Blumen duften, die 
Blätter funkeln im Sonnenschein. Und über dieses Land mit seinen 
reinen KlCSWCgGII und grünen üppigen Rasenplätzen schreitet ein 
lachendes Volk: Landmiidchen mit rothen Strümpfen und koketten 
Häubchen, Wiitscherinnen in spiegelglatten Schürzen, Bauern in nagel- 
neuem blauen Kittel. Selbst die Arbeiter singen, wenn sie über die 
blumigen Wiesen nach Hause gehen. g
        

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