Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei im XIX. Jahrhundert
Person:
Muther, Richard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1624040
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1625493
IO2 
XXXVII. 
ENGLAND 
Alma 
Tadema  
Frage. 
Eine 
Alma Tadema, der berühmte Holländer, der in den Londoner 
Nebeln die Opfer von Pompeji und Herculanum zum Leben er- 
weckt, verhält sich zu dieser feierlich akademischen Gruppe ähn- 
lich wie Geröme zu Couture. Wie auf dem Felde der Literatur 
Bulwer das gelungenste, von den Nachfolgern nicht überbotene 
Culturgemälde aus dem Alterthum schuf, hat Tadema auf dem Ge- 
biete der Malerei in glaubhaftestei" Weise die Aufgabe des antiken 
Sittenbildes gelöst. Er hat die Vergangenheit bevölkert, ihre Städte 
und Häuser wieder gebaut und möblirt, hat das Feuer auf den 
Opferaltären angezündet und das Echo der Dithyramben zu neuem 
Leben erweckt. Poynter erzählt alte Fabeln, Alma Tadema nimmt 
uns beim Arm und führt uns als der kundigste Cicerone durch die 
Strassen des alten Athen, reconstruirt die Tempel, die Altäre, die 
Wohnhäuser, die Läden der Fleischer, der Bäcker und Fischhändler 
so wie sie waren. 
Tadema verdankt diese Glaubwürdigkeit zunächst seinem emi- 
nenten archäologischen Wissen. Schon durch Leys in Brüssel ward 
die archivalische" Seite seines Talentes geweckt, und als er 1863 
zum ersten Mal nach Italien kam, endeckte er seinen archäologischen 
Beruf. Wie die alten Römer gekleidet, wie das Heer bewaffnet 
und geschnlüclgt War, wurde ihm ebenso bekannt, als wie es im
        

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