Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Darstellung der Apostel in der altchristlichen Kunst
Person:
Ficker, Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1620628
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1621336
Erscheinungen der Apostel in 
früherer Zeit. 
Paulil) oder der Bericht von der Erscheinung des Teufels in Gestalt 
von Paulus bei Gregorius von Toursz) von Nutzen ist, so spricht 
auch weder für, noch im mindesten gegen jene Thatsache die 
Schilderung der Vision3), welche der heil. Eugendus gehabt haben 
soll. Er sah die Apostel Petrus, Paulus und Andreas, erkannte sie 
aber nicht sogleich. Dafür erzählt der berühmte hymnendichtende 
Bischof von Mailand4): 3111 der dritten Nacht, als mein Körper 
durch Fasten sehr angegriffen war, erschienen mir, der ich nicht 
schlief, wohl aber starr war vor Erstaunen, Gervasius und Protasius 
mit einer dritten Person, welche dem seligen Apostel Paulus ähn- 
lich zu sein schien, über dessen Gesicht ich durch Gemälde unter- 
richtet war, und zwar so deutlich, dafs er selbst mit mir sprach, 
während jene schwiegenat 
Von der heil. Agatha bezeugt der römische Bischof Damasus: 
Pastor ovem Petrus hanc recreats). Die Akten der Heiligen er- 
zählen, dafs ihr in der Nacht ein Greis erschienen sei, der sich als 
Apostel des Herrn, nach anderer, schon früher Lesart als Apostel 
Petrus zu erkennen gegeben habeö). 
In einem späteren Jahrhunderte versichert der heil. Martinus, 
dafs er wie Agnes, Thekla und Maria, so auch die Apostel Petrus 
und Paulus öfters sehe 7). Und auf dem zweiten'Nicänum wird 
das Zeugnis des Papstes Gregorius des Grofsen angerufen: In 
dialogis suis meminit de quibusdam beatissimis viris etc. quod 
I) Lipsius, 
96. 101. 
Passiones Petri 
Pauli 
den Jahrbb. 
Theol. 
protest. 
1886, 
martyrum lib. 
mirac. 
3) Vita. S. 
saec. I, p- 557, 
enthält. 
Eugendi abb. Jurensis 
aber in dem Appen dix, 
b. Mabillon, Acta Sanctorum Ord. BEIICÖ. 
welcher die Acta Sanctorum subditiciorum 
4) In dem VII. Buche der Epistulae 53 (ed. Paris, t. V, p. 313). 
5) Daniel, Thesaurus hymn. I. 9. 
6) Acta sanctorum der Bolland. Febr. t. I, p. 615 sq., cfr. p. 619. In dem 
angeblich von Isidorus I-Iispalensis verfafsten Gedichte (ib. p. 596) heifst es: Magnus 
sed Christi Senior Disrupit claustra carceris. Vgl. hierzu auch Kayser, Beiträge zur 
Geschichte und Erklärung der ältesten Kirchenhymnen, Paderborn 188i, S. 122, 
Anm. I. 
7) Sulpicius Severus Dial. II, I3.
        

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