Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Darstellung der Apostel in der altchristlichen Kunst
Person:
Ficker, Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1620628
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1621079
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Gesichtspunkte bei den Vätern. 
Praktische 
benutzen sie zu ihren] praktisch erbaulichen Zwecken; ihnen han- 
delt es sich darum, leuchtende Beispiele für das Leben den Hörern 
vor Augen zu stellen. S0 spielen verschiedene Betrachtungsweisen 
desselben Gegenstandes ineinander. Dracontius, De Deo l. III 
schildert Petri Wunder als Beweise für die Macht des Glaubens. 
Arator verwendet sie in symbolisierender Deutung. Augustinus 
greift oft die Verleugnung heraus; er erwähnt ihrer in seinen 
sämtlichen Sermones in natali apostolorum Petri et Pauli, einmal 
als Beweis für Gottes errettende Macht, dann als beherzigenswertes 
Beispiel für die Bufse, für den Glauben. Sie wird im Missale 
Gothicum vorangestellt als uns zur Lehre gesetzt. Und im Ein- 
gange der griechischen Menäen zum 29. Juni heifst es: Du hast 
als Beispiel der Bekehrung für Sünder die beiden Apostel gegeben, 
jenen, der verleugnete  und bereut hatl) u. s. w. 
Für die frühere Zeit ist dagegen der Gesichtspunkt der er- 
rettenden Macht Gottes der mafsgebende, ja der alleinige; und der 
Glaube an diese, wie sie sich auch den Aposteln erwiesen, zieht 
sich als Grundgedanke ebenso'durch die christliche Dichtung hin- 
durch, aber auch hier verschieden modifiziert durch die praktischen 
Absichten der Dichter, namentlich der Verfasser von Hymnen, 
welche für die weitesten Volkskreise und für die verschiedensten 
Gelegenheiten bestimmt waren. So verhältnismäßig gering die 
Zahl der uns erhaltenen ist, so lassen sich doch in den Ambro- 
sianen schon eine Anzahl Hinweise auf bestimmte Erlebnisse und 
Thaten der Apostel nachweisen. Hier wie bei den Vätern treten im 
Laufe der Zeit noch andere Objekte in den Kreis der Darstellung, 
bei denen von Haus aus eine direkte Beziehung auf die befreiende 
Machterweisung Gottes fern lag, die aber einem Zeitalter nicht 
unbekannt waren, welches wenigstens die Anfange einer historischen 
Betrachtungsweise kannte, und das aus bestimmten Anlässen, z. B, 
der Feier von Festen, bestimmten biblischen Erzählungen auch im 
Hymnus nahezutretcn genötigt war. 
Petri Verleugnung hat Ambrosius in seinen Morgenhymnus 
wAeterne rerum conditora aufgenommene) und Augustinus erwähnt 
Ed. Venet. 17I2 p. QcISÄ 
Daniel, Thesaurus hymn.
        

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