Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Darstellung der Apostel in der altchristlichen Kunst
Person:
Ficker, Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1620628
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1622129
Attribute. 
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Schöpfungen in S. Lorenzo fuori le mura, S. Theodor, S. Venanzio, 
und späterhin Paschalis" Werke in S. Cecilia, S. Prassede, S. Marco 
beweisen. 
Das Gewand der Apostel ist in der Regel weifse Tunika und 
Pallium, in den Farben etwas voneinander variiert, so in SS. Cos- 
mas und Damian, wo das untere Kleid stark bläulich getönt ist. 
Auch auf diesen Darstellungen sind die Clavi als Ehrenauszeichnung 
wie bei Christus bemerkbar, an Breite nicht von dem des Herrn 
verschieden. 
In S. Pudentiana iindet man in Pauli Hand das offene Buch, 
in S. Maria Maggiore tragen es beide Apostel, während diese in 
SS. Cosmas und Damian lediglich als vermittelnde Hauptheilige 
aufgefafst sind, dem Herrn die zuführend, welche sich ihm nahen 
wollen. Die Zeichnung von S. Agatha hat für Petrus den Schlüssel, 
für Paulus wie für die meisten übrigen Apostel die Schriftrolle und 
so auch das restaurierte Mosaik von S. Paolo. Es läfst sich nicht 
entscheiden, 0b der Schlüssel Petri ursprünglich ist, wahrscheinlich 
ist er nach den späteren Beispielen nicht. Erst die Mosaiken des 
siebenten Jahrhunderts (S. Venanzio, vgl. S. Lorenzo in Campo 
Verano) bringen dies Attribut regelmäfsig. Ein Nimbus ist nur in 
S. Paolo und dann im VII. Jahrh. nachweisbar. 
Die Mosaiken des südlichen Italiens, leider nur in Zeichnungen 
erhalten, bringen einige Modifikationen der Hauptgedanken. Petrus 
und Paulus stehen in der Apsis von S. Prisco bei Capua (t. 254, 2) 
an der Spitze einer Schar von Heiligen, mit ihnen Kronen dar- 
bringend, während statt des thronenden Christus-eine Taube in der 
Höhe schwebt, umgeben von Schriftrollen, deren vier als Evangelien 
bezeichnet sind; und ebenfalls in Capua Vetus reicht in die alt- 
christliche Zeit noch eine grofse, systematisch angelegte Kompo- 
sition zurückl), die in ihrem systematischencyklopädischen Aufbaue 
fast mittelalterlich erscheint, aber in der Formensprache deutlich 
auf die alte christliche Zeit weist. Von dem Mittelpunkte, in wel- 
chem der verhüllte Thron über der gestirnten Himmelskugel steht, 
I) Garrucci t. 255. Nur in flüchtiger Skizze 
Capuano, Neapel 164.0 aufbewahrt. 
bei 
Michael 
Monachus, 
Santua-
        

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