Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Darstellung der Apostel in der altchristlichen Kunst
Person:
Ficker, Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1620628
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1622051
Italische 
Darstellungen. 
und dem kahlen Vorderkopfe, sowie dem Vollbarte, welcher all- 
mälig (3 35, 3. 4) stärker und länger wird, ganz deutlich im Unter- 
schiede zu Petrus, bis sich der Typus so festgesetzt hat, wie t. 330, 5 
ein späterer römischer Sarkophag zeigt, wo der Bart lang und am 
Ende spitz geworden ist. Hier in dieser scharfen Profilstellung 
läfst sich auch (vgl. 401, 3) die Adlernase deutlich erblicken, wieder 
im Gegensatze zu dem Mitapostel. Meist lassen die kahle Stirn 
und der längere Bart PauluslKopf gröfser erscheinen. Aber öfters 
sind in Wirklichkeit die Mafse gröfser, wie man sich durch Messung 
an einigen Denkmälern (335, 3. 4), schon an einem frühen (350, 2) 
überzeugen kann. Öfters sind die typischen Merkmale auch auf 
Darstellungen beibehalten, in denen die Persönlichkeiten mehr zu- 
rücktreten und die Apostel überhaupt als Vertreter der Heiligen 
gewählt sind (z. B. 380, I), aber nicht selten ist auf besondere 
Charakterisierung hier verzichtet (374, I; 380, 4; 383, I; 379, 4). 
Aufser dem Mailänder Sarkophage (353, 4, 5, o_) kommt im 
übrigen Italien der Heidenapostel in historischen Scenen nicht vor. 
Wol aber auf magistralen und mehr oder minder an das Reprä- 
sentative streifenden Darstellungen. Während er aber hier auf dem 
Sarkophage von Ancona (326, I), auf welch letzterem er allerdings 
allein neben Petrus steht und darum scharf charakterisiert werden 
mufste, sowie auf dem Mantuaner (320, 2), wo er mit Petrus neben 
Christus allein steht, seine typischen Merkmale hat (den kahlen 
Vorderkopf, den reichlichen Bart, der auch einmal länger ist), läfst 
sich der Typus in Verona t. 333, I cfr. 363, I (Anfang V. jahrh.) 
und in Mailand nicht in gleicher Schärfe nachweisen: t. 315,  
wie 328, I und 329, I und ebenso ist auf dem Palermitaner Sarko- 
phag (349, 4), wenn man sich auf die Zeichnung verlassen darf, der 
Petrus entsprechende Apostel wol langbärtig, mehr als Petrus, aber 
ohne den kahlen Kopf gebildet; doch ist er wie in Verona meistens 
durch die freiere Stirn von Petrus unterschieden. 
der Typus um so geschlossener in Ravenna 
bei dem Sarkophage des fünften jahrhun- 
den Paulustypus auf dem Monumente des 
Dagegen läfst sich 
nachweisen. Man wird 
derts (348, 5) sofort an 
der Reproduktion 
VOII 
1) Wo Garrucci abweicht 
hier semicalvo sei. 
er spricht davon, 
dafs Paulus
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.