Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Darstellung der Apostel in der altchristlichen Kunst
Person:
Ficker, Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1620628
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1622041
Numidien. 
Pauli in Rom. 
Der Typus 
III 
unterscheidend, dichtes glattes Haupthaar, kurzer, etwas lockiger 
Bart, sind die Darstellungen auf den Sarkophagen von Gerona 
(313, 1; 318, 4; 374, 3. 3). T. 341, 3 ist Petrus nicht mit Sicherheit 
zu erkennen. Für den Paulustypus ist aus den veröffentlichten 
spanischen Monumenten jetzt kein Beispiel mehr heranzubringen, 
da 38x, 4 verstümmelt ist. Der Kopf auf diesem Sarkophage (s. o.) 
war in typischer Weise dargestellt. 
Einen markanten Kopf gibt Petrus der numidische Sarkophag 
(t. 32I, 3). Er stellt den Apostel bei der Verleugnung scharf ins 
Profil; der Vorderkopf ist ganz kahl, der volle Bart kurz. Es ist 
dies in der besten Zeit der altchristlichen Plastik eine neue, sehr 
stark von den anderen abweichende Variante, ein neuer Beweis, 
dal's von einern von Anfang an üblichen einheitlichen Petrustypus 
nicht die Rede sein kann. 
Es erübrigt noch, die Darstellungen zu untersuchen, welche 
der Pauluskopf auf den römischen Sarkophagen und auf den Er- 
zeugnissen der italischen Provinzialkunst gefunden hat. 
Das Monument des Junius Bassus zeigt den Apostel bei der 
Gefangenführung fast ganz im Profile. Dieses ist, soweit die Zeich- 
nung erkennen läfst, ein klassisches; der Bart gewellt, aber nicht 
lang, das Kopfhaar spärlich, etwas wellig, der Vorderkopf kahl, 
daher die Stirne hoch. Dieselben charakteristischen Merkmale 
finden sich auf dem mit dem vorigen verwandten frühen Sarkopkage 
aus der Konfession des h. Paulus (350, 2), aber hier springt fast 
noch mehr Porträtähnlichkeit in die Augen. Der Kopf ist länger, 
der Bart ist gegenüber dem des Petrus gröfser; der Vorderkopf 
ganz kahl, die Stirne gewölbt, der Gesichtsausdruck ernst, fast 
ünster. Durchaus stimmt hiermit das Beispiel aus S. Agnese fuori le 
mura (t. 348, I). Ist die Reproduktion hier richtig, so kann man 
ein wenig Krümmung der Nase beobachten. 
Der feste Typus, welchen übereinstimmend die historischen 
Scenen bringen, ist im wesentlichen auch anderwärts beibehalten I). 
Paulus kehrt überall gleichmäfsig wieder mit den spärlichen Haaren 
I) t. 334. I darf man mit Grund ausschließen, 
der ursprüngliche Marmor verschollen ist. 
weil 
nach Garruccfs Angabe
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.