Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Buch der Malerzeche in Prag
Person:
Pangerl, Matthias Woltmann, Alfred
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1401683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1402757
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DAS BUCH DER MALERZECHE IN PRAG. 
takowa, zie kdyz by przissel hod tiela bozieho a wuochtab 
tiela bozieho, aby swiecze czechownie w proczessy 0d towa- 
ryssow neseny byli, a to kterymzby towaryssom 0d czech- 
mistrow I'OZk2lZEll'lO bylo, aby ti beze Wssech odporow y wym- 
luwanie to uczinili. A k tomu gsu wssichni tovvaryssie powo- 
lenie dali. T0 sie gest stalo tu nedieli po bozienl tiele, anno ut supra. 
Itemmä chczme, aby czeled nasse w domiech a w wer- 
sstatiech gsucz cztnostnie a mrawnie sie mieli a zwlastie lauie 
zla, rzeczi nestydate, mluwenie oplzla z ust gich newychazegte. 
T0 bud drzano pod pansku kazni. 
Item dale chczme, aby tovvaryssie nassi W wersstatiech 
neodporni, nereptawi, neprchliwi ani swarliwi byli. Pakliby 
gim czo sskodneho bylo, tehdy rzelczi powolnu w wuoli dobre o 
to s mistrenm swym rozmluw a mistr geho to opprawacz rnuoz. 
T0 drzano bud tez pocl pansku kazni. 
Item äadny towaryss W wersstatie mistra sweho s brani 
nedielag  .    f .    . ani sedati smieg. Tez drzano bud 
pod kazni pansku. 
 
kommen, dass wenn das Fest des Fronleichnams und die Oc- 
tav des Gottsleichnams kommen würden, die Kerzen der Zeche 
in der Procession von den Gesellen getragen werden sollen, 
und welchen Gesellen das von den Zechmeistern befohlen wird, 
die sollen es ohne allen Widerspruch und Ausflucht thun. Und 
dazu haben alle Gesellen ihre Einwilligung gegeben. Das ist 
geschehen an dem Sonntag nach Gottsleichnamm, im Jahre 
wie oben. 
Item Wollen wir, dass unser Gesinde in den Häusern und 
Werkstätten ehrbar und sittsam sich verhalte und insbesondere 
böse Flüche, schamlose Reden und Zoten seinem Munde nicht 
entschlüpfen. Das werde gehalten unter Herrenbusse. 
Item wir wollen ferner, dass unsere Gesellen in den 
Werkstätten nicht widerspänstig, mürrisch, jähzornig und 
zänkisch sein sollen. Wofern ihnen aber etwas schädlich wäre, 
dann bespreche es einer in gelassener Weise gutwillig mit seinem 
Meister und sein Meister kann es bessern. Das werde gleich- 
falls unter Herrenbusse gehalten.
        

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