Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Buch der Malerzeche in Prag
Person:
Pangerl, Matthias Woltmann, Alfred
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1401683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1402109
DIE 
BRUDERSCHAFT 
UND IHRE 
ZUNFT. 
ENTWICKLUNG 
ZUR 
Das Buch der Malerzeche in Prag hat dadurch besonderen 
Werth, dass es bis in die Zeit ihrer Entstehung, in die Mitte des 
fünfzehnten Jahrhunderts, zurückgeht, und dass wir von dieserZeit  
an Originaleinträge in demselben vor uns haben. Dies ist desshalb bilchem 
selten, weil sonst gewöhnlich in den deutschen Zünften ähnlicher 
Art die durch Gewohnheitsrecht bestehenden und nach und nach 
ausgebildeten Satzungen eine spätere Codilication erfahren haben. 
Die früheren Bücher, Satzungen und Acten wurden in solchem 
Falle grossentheils vernichtet. So ging es bei der Augsburger 
Malerzunft und bei der Strassburger Zunft zur Stelzen, welche 
wir erwähnen, weil wir durch Studium des urkundlichen Ma- 
terials genauer über beide orientirt sind. Die Augsburger 
Malerbücher, zwei Bände im städtischen Archiv dieser Stadt, 
enthalten Satzungen, die im Jahre 1471 formulirt worden sind. 
Die Strassburger Artikelbücher, drei Bände im Stadtarchiv da- 
selbst, ergänzt durch zahlreiche Acten (G. U. P., d. h.Z Ge- 
wölbe unter der Pfalz, Lad.  bestehen aus Satzungen von 
1456 und 1462 mit späteren Zusätzen. Wo diese späteren Re- 
dactionen vorliegen, sind die Aufzeichnungen umfangreicher und 
besser geordnet, die Satzungen mehr ausgeführt. Das Prager 
Malerbuch dagegen, bedeutend knapper seinem Umfang nach, 
ist durch sein allmähliches Entstehen von Wichtigkeit. Es lässt 
erkennen, wie die Entwicklung des Zunftlebens sich hier erst 
nach und nach vollzog. Die wichtigsten Bestimmungen, die längst 
bestanden oder in der Praxis ausgebildet worden waren, wur- 
den einzeln eingetragen, je nach Bedürfniss.
        

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