Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Buch der Malerzeche in Prag
Person:
Pangerl, Matthias Woltmann, Alfred
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1401683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403244
ANMERKUNGEN. 
127 
3'" Für gewöhnlich muss bei einer solchen Zeitangabe an Weihnacht 
(25. December) gedacht werden; weil man aber vorhin gesehen, dass die 
Einzahlungen in die Zeche hauptsächlich im September erfolgten, so kann 
auch Maria Geburt (8. September) gemeint sein. 
m13 So stand ursprünglich, worauf minus VIII gr. durchgestrichen und 
40T minus überschrieben, dies aber dann ebenfalls wieder durchgestrichen 
wurde. 
309 S. Anmerkung 260. 
1"" S. Anmerkung 68. 
3" Magister  Mykess rzezak von der Hand T (1413) geschrieben. 
Man sieht, wie in diesem Verzeichniss die Handwerksbenennungen gleich- 
mässig deutsch und äechisch lauten, während das folgende Verzeichniss 
mit einer einzigen Ausnahme nur mehr Eechische kennt. (Vergleiche übrigens 
Anmerkung 186.) 
312 S. Anmerkung 177. 
3m S. Anmerkung 247. Dann durchgestrichen. 
314 S. Anmerkung 249. Dann durchgestrichen. 
3m S. Anmerkung 172. 
31" S. Anmerkung 211. 
317 S. Anmerkung 68. 
319 Nach Z. Register S. 183 gab es unter den Prager Handwerkern 
auch feruncatores; feruncarius qui parat feruncas, rinkengiesser, rinkgiesserv 
ringlgiesser, rinkler, rinksmid, stremenär, pi-eskär; ist nach Schtneller-From- 
mann II. 124 der Rinken (ahd. hringa, mhd. diu rinke) soviel wie Agraife, 
hbula. Verfertigte der Rinkenschmid die starken eisernen Ketten für die 
Fuhrleute, so verfertigte der Rinkelmacher Ringlein von Messing und 
Eisendraht für die Gürtler. Wir hätten also in dem obigen rinker einen 
Rinkelmacher vor uns. 
319 Wird auch in g und 10 genannt. Ob "Czirlik" als Familienname 
oder als I-Iandwerksbezeichnung angesehen werden soll, muss erst unter- 
sucht und entschieden werden. Nach vielem Ueberlegen wurde es hier 
einstweilen als Familienname verstanden. Ist aber das richtig, dann ist dieser 
Thomas der Nationalität nach ein Öeche gewesen. Ob wir ihn dann als 
Maler oder Glaser anzusehen haben, lasst sich ebenfalls jetzt nicht entscheiden 
und muss nur angemerkt werden, dass nach den Z. II. 216 ein magister 
Thomas pictor im Jahre 1403 in der Neustadt Nr. 1013 d, im Jahre 1411 
ein Thomas pictor in Nr. 1013 b (II. 216) gewohnt hat. Aber 1415 kommt 
in demselben Stadttheile auch ein offenbar deutscher Themlinus pictor vor 
(lI. 324) und noch im Jahre 1426 wird in Nr. 1224 h (lI. 264) ein äechi- 
scher Thomassko pictor erwähnt. 
32" Lazebka ist hier als Familienname aufgefasst worden. Ist es aber 
kein solcher, dann ist der Mann nichts Anderes als ein Bader gewesen. Ein 
solches Mitglied war gerade nicht unmöglich, da um 1375 der nächste 
Zunftverwandte, ein Barbier, ebenfalls der Zeche angehörte. Zu Zech- 
rneistcrn haben jedoch solche fremdartige Elemente kaum avanciren können. 
Folglich werden wir hier eher auf einen Familiennamen und in weiterer
        

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