Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Buch der Malerzeche in Prag
Person:
Pangerl, Matthias Woltmann, Alfred
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1401683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403061
ANMERKUNG EN. 
109 
97 Man sieht hier eine von unserer Weise die Stunden zu zählen 
gänzlich verschiedene Art. Die Tagesepoche fiel nämlich mit dem Sonnen- 
untergang zusammen und wurden nun bis zum nächsten Sonnenuntergang 
24 Stunden gezählt. Im cechischen Text steht übrigens noch nach horam: 
to zymnym czasem (das zur Winterszeit). 
93 Im öechischen Texte: az do prwni strziedy W pustie (bis zum 
ersten Mittwoch in der Fastenzeit), was mit dem lateinischen Texte über- 
einstimmt. Dagegen fehlt im öechischen Texte hier der lateinische Passus: 
et hoc similiter se habere debent tempore hyemali. Der lateinische Ueber- 
setzer hat also das im öechischen Texte an ganz unpassender Stelle an- 
gebrachte „to zymnym czasem" hier passender verwerthet. 
99 Handschrift hat nochmal suo. 
1"" Handschrift asensum. In der cechischen Textirung fehlen übrigens 
hier die beiden Sätze: Et hoc nullus debet  convocati. S. folgende Note. 
"11 Im äechischen Texte folgt noch: A k tomu gsu wssiczkui mistrzi 
y towarissij, kterzi gsu toho czasu byli, wuoli gsu k tomu dali, a toho 
zadny ginak ucziniti nema, ktery prawie a sprawedliwie 0d sweho mistra 
mzdu wzieti chtiel by. Das besagt nun genau dasselbe, was in Anmerkung IOO 
nls fehlend bezeichnet worden ist. 
'02 Im öechischen Texte das verstandlichere noczlelxu (Nachtlager). 
W im äechischen Texte: z wersstatuow (aus den XVerkstätten). 
1'" Genau entsprechend dem Wyplaczoxrrati im cechischen Texte. 
m5 Item  malowane von Hand N'. Wovon diese Satzung, welche 
leider durch das Ausschneiden des folgenden Blattes verstümmelt worden 
ist, gehandelt hat, hat uns die Hand D überliefert, indem sie rubricirte: Wo 
tlrziexrie kupoxtvanie (Ueber das Verkaufen). Es ist uns also eine der 
interessantesten Satzungen verloren gegangen. Der Torso derselben fesselt 
aber auch noch in anderer Richtung unsere Aufmerksamkeit. Die bedeutend- 
sten Theile der Stadt Prag sind die Alt- und die Neustadt. Die letztere ist 
eine Schöpfung KarPs IV. und war früher eine selbständige Stadt. Obiges 
Bruchstück lässt nun die Malermeister der beiden Städte zum erstcnmal vereinigt 
handeln, sie bildeten aber, wie aus dem Schluss der folgenden Satzung zu 
ersehen, unzweifelhaft zwei Zechen. 
"16 O  w gich czechu von der Hand L. 
im Nämlich der Alt- und Neustadt; s. Anmerkung x05. Es soll nicht 
unbemerkt bleiben, dass in dieselbe Zeit der Handel mit dem hinkcnden 
Nicolaus fällt. S. Acten der Zeche, 6.  
103 Wird nirgends anderwärts genannt und mag ein Maler gewesen sein. 
109 Wegen dieser Burg siehe die folgende Anmerkung. 
H" Nicht gar weit von Prag liegt in nordwestlicher Richtung der 
Marktflecken Buckow mit einem Schlosse, Buätehrad genannt, oder in 
älterer Zeit, was hier der Fall ist, Buätewes oder richtiger Bustowes. Be- 
kannter ist die Buschtiehrader Bahn und der Rarität wegen mag bemerkt 
sein, dass ein früherer öcchischer {Jcbersetzer des Malerbuches da kühnlich 
 auf der Bastei, übersetzt hat. 
111 Handschrift stkla. 
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.