Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Buch der Malerzeche in Prag
Person:
Pangerl, Matthias Woltmann, Alfred
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1401683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403028
ANMERKUNGEN. 
105 
Hängens aus Nürnberg verwiesen wird, nach detn ältesten dortigen Wandel- 
büchlein (Murr, Journal für Kunstgeschichte, XV. 1787, S. 25). Schon die 
Jahrzahl widerspricht dem. Noch grössere Verwirrung haben Passavant 
(Zeitschrift von Quast und Otte, I. S. 202) und Gerard (Les artistes de 
l'Alsace pendant le moyen-äge l. S. 361) angerichtet. Sie machen den könig- 
lichen Maler Kunz, den sie dabei incorrect, ihn mit oben genanntem Procop, 
Sohn des Kunz, verwechselnd, Procop Kunz nennen, auf Grund jener Stelle 
des Nürnberger KVandelbüchleius zum. Bruder des Nicolaus Wurmser von 
Strassburg, der 135g und 1360 als Maler Karl's IV. erscheint (vergleiche An- 
merkung 369 und S. 36). Aber Nicolaus pictor in der Nürnberger Notiz war 
ein dortiger Maler, derlnichts mit Prag zu thun hat, und von seinem Bruder 
Cunzel Bohemus ist nicht angegeben, dass er gleichfalls Maler gewesen. Ver- 
gleiche Schnaase, Geschichte der bildenden Künste, z. Auflage, Band Vl. 
Seite 440, Anmerkung. 
69 Dieser Nicolaus Slowak muss, wenn Procop als erstgenannter 
Zechmeister dem Malerhandwerk angehört hat, dem Glaserhandwerk a11- 
gehört haben. In unserer Quelle kann man ihm auch noch in den Jahren 
1445 (Acten Nr. 3) und 14.54. (Satzungen) begegnen; sein Handwerk wird 
jedoch weder in dem einen, noch in dem anderen Jahre genannt. Entweder 
ist er dann mit dem Glaser Nicolaus, welchen unser Nlalerbuch mehrmals 
unter den Zechmitgliedern aufführt, identisch oder doch in einem verwandt- 
schaftlichen Verhältnisse zu demselben gestanden. (Vetgl. Seite 208 [hier nur 
Clo. geschrieben], 232, 235, 230, 222 und 209 [hier unter den Verstorbenen].) 
Det Name Slowak beweist ebenso sehr seine slavische Nationalität, als wir 
in Procop Kunzens Sohn unzweifelhaft einen Deutschen vor uns haben. 
Uebrigexis gab es nach den Z. in der Neustadt Prag in dem ersten Viertel 
des fünfzehnten Jahrhunderts in drei verschiedenen Hausern einen vitrofex 
vel vitreator vel vitrator Nicolaus (139g-t416, p. 212; 14.00 p. 293; 
1412-1413, p. 334). Einer derselben (p. 334.) besorgte die Herstellung der 
Fenster im Gerichtshause (praetoriutn) der Neustadt, Während seinem 
Namensbruder, dem Maler Nicolaus zu derselben Zeit Hi], sexagena grossorum 
in labore imaginis ad aestuarium praetorii" ausbezahlt worden ist. 
69 Das Haus Angelds aus Florenz, Hofapothekers Karl's IV. und 
XVenzePs lV. (Z. Il. 181), ist gegenwärtig das Haus Nr. 14.4 in der Karls- 
gasse der Altstadt Prag, welchetn gegenüber lag das Haus "ad carponem" 
(1424, N. 455), und war selbes auch gelegen an der Ecke „in foro fruc- 
tuum". Im Karpfenhause selber residirte 14.14. ein Goldschmied Kunz Gyes- 
perger, welcher es von der Witwe des Goldschmiedes Thomas erkauft 
hatte (Z. l. 36 und 32). Diese Daten erklären allein schon einigermassen die 
Bezeichnung nylatea aurifabrorutn". 
7" Diese Strafbestimmung ist wohl von derselben Hand, jedoch erst 
zu anderer Zeit dazu gesetzt worden. 
71 Anno  irremisibiliter von der Hand F geschrieben. Diese Satzung 
ist später cancellirt, also aufgehoben werden. Auf den oberen Rand hat 
dieselbe Hand geschrieben: Chtie tudy rzemeslo osocziti a pohaneti (will 
da die Zunft verleumden und schmahen). Darunter steht geschrieben in
        

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