Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Buch der Malerzeche in Prag
Person:
Pangerl, Matthias Woltmann, Alfred
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1401683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1402989
ANMERKUNGEN. 
1 Womit wohl gesagt sein soll, dass im Herbst, vielleicht um Lucas 
1347, die Einleitungen zu der am nächsten Neujahr erfolgten Constituirung der 
Bruderschaft getroffen worden sind. Unter dem "ich" ist natürlich das vor- 
liegende Bruderschaftsbuch zu verstehen. Die Satzungen vom Jahre 1348 
sind übrigens durchaus von derselben Hand, A bezeichnet, in gothischer, 
richtiger französischer Schrift geschrieben. 
"3 Nach damaliger Rechnung XVeihnacht 1347. 
 Das denselben von Kaiser Karl IV. im Jahre 1365 verliehene 
Diplom s. bei v. Riegger, Nlaterialien etc. VI. 137-138. Vergleiche auch 
Anmerkung 207. 
3 Lucas wird am 18. October gefeiert, hier also der 17. October, da 
mit dem "Abend" der Vortag gemeint ist. 
4 Handschrift volbrach. 
5 Eine Kerze, welche um so vertiienstlicher war, je schwerer sie 
war und während eines Hochamtes vor der Wandlung (Consecration der 
Hostie) angezündet zu werden pHegte. Vergleiche Schmeller, Baierisches 
Wörterbuch lV. 95. 
6 In der öechischen Uebersetzung auf S. 69: „w kostele matky bozie 
na Luzy" (in der Kirche der Gottesmutter in der Lache), wie es denn auch 
hier weiterhin „czu unsir vrawen auf der Hule" heisst. In dem bekannten 
Zehentregister von 1384 bei Balbin (Miscell. V. I0) wird diese Kirche als 
"Ecclesia S. Mariae in Lacu Majoris civitatis" (Altstadt) angeführt. Tomek 
(Geschichte der Stadt Prag, I. 248) zählt sie zu den "weltlichen" Kirchen und 
sagt, dass sie zum erstenmal urkundlich im J. 1332 erwähnt wird. Die Hül, 
auch Hülgen, Hülwen (Hilbm, daher Hilmerteich etc.) ist (nach Schmeller- 
Frommann, Baierisches Wörterbuch I. 1084) eine Höhlung im Boden mit Wasser 
angefüllt, Lache, welcher Bezeichnung das äechische louze entspricht. Die 
Hül aber ist (nach Tomek a. a. O. 251) der jetzige Marienplatz am Cle- 
mentinum, welcher auch heute noch zu den tiefer gelegenen Theilen der 
Altstadt Prags gehört, sowie mit seinem Namen an die ehemalige Lieb- 
frauenkirche auf der Hül noch erinnert. Während nun die Kirche schon 
längst verschwunden ist, wird in dem an der vormaligen "Hül" gelegenen 
Clementinum unser Malerbuch noch jetzt aufbewahrt.
        

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