Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1404690
SIEBENBÜRGER, 
PLATTNEII. 
CUNZ LOCHNER, 
PLATTNER. 
SIEBENBÜRGER, 
PLATTNER. 
Dieser Siebenbürger war jetzt bemeltes Wilhelms von 
Worms Tochtermann, den hat sein Schwäher fast lieb, wohnet 
bei ihm und seiner Tochter im Haus, vergönnt ihm all sein 
Kunst und Kundschaft, darum er dann jetzt vor Vielen mit 
seiner Kunst und Arbeit berühmt ist. 
Ich wär auch wol geneigt, Georgen Hartliebs, Plattners, 
Kunst und Verstand, damit er von Gott begabt ist gewest, 
anzuzeigen, aber Gott der Herr hat ihn mit der Trunkenheit 
so hart gestraft und geschlagen, dass er sein Werk nicht gar 
an Tag hat geben können. Denn ich hab von dem XVahlen 
(Wälschen) der die grosse Befestigung und Bastei hinter der 
Vesten gemacht hat, gehört, dass ihm kein solcher Plattner in 
Deutschland zu Handen gekommen wäre. 
Valentin Siebenbürger wurde Freitag nach Laetarc 1531 
Meister. Georg l-Iartlieh wurde Montag nach Misericordi dni. 1525 
Meister. Valentin Siebenbürger und Sebald von Worms, bede 
Plattner, sind am 6. Nov. 154.4 Executores und Erben von Katha- 
rina Hanns Gciden sel. Wittib. (Cons. 61, fol. 13.) 
CUNZ 
LOCHNER, 
PLATTN ER . 
Dieser Lochner war dieser Zeit mit seiner Arbeit und 
Kunst hochgelobt und seine Werk, die er täglich macht, geben 
dessen Zeugniss. Der Erzherzog Maximilianus giebt ihm wegen 
seiner künstlichen Arbeit jährliche Pension, dem hat er auch 
eine Zeit lang hero solche Arbeit von Stahl und Eisen gemacht, 
und dermassen so künstlich getrieben und ausgebracht, dass es 
der Arbeit, so von Silber gemacht, gleichen thut. 
Neudörfer spricht von ihm als einem gleichzeitigen, was sich 
auch dadurch bestätigt, dass er nur vier Jahre nach Netidörfer 
starb und am 19. Aug. 1567 begraben wurde. Es scheint aber 
diese Jahrzahl, welche sowol bei Doppelmayr als auch einer dem 
Neudörferischen, hier vorzugsweise zu Grund gelegten Manuscript von 
Dr. Mayens Hand, angeblich aus dem Todtenbtich p. 222 entnommen, 
beigeschriebenen Notiz zu finden, entweder ganz irrig zu sein, oder 
einen andern gleichen Namens zu bezeichnen, denn sie steht mit 
folgender Angabe in gänzlichem Widerspruch: Helena Conzen Loch- 
ners Plattners Wittib, in Beisein Heinzen und Hannsen der Lochner, 
ihrer Söhne, Ottilia Hannsen Mairs des Plattnefs Hausfrau, Gertraud
        

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