Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1404632
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YVILHELM VON WORMS UND GRÜNEWALT, BEEDE PLATTNER. 
Grünewalt aber, ein vermöglicher Mann, besass auch noch 
andere Häuser. Welche Bewandtniss es mit einem Hause gegen dem 
Rosenbad über, das 1487 das Erbe Hannsen Grünewalfs des Platt- 
ners genannt wird (Cod. dipl. Holzschn. n. 183) wird sich später 
zeigen. Bestimmter ist der Nachweis über ein Haus im Krämers- 
gässlein. Am Mittwoch 30. Dec. 1495 wurde Linhart Oelhafen, der 
königlichen Canzlei Taxator, auf seine an die altern Herren gethane 
Bitte erlaubt, das Haus in der Krämergasse zwischen weiland Jorgen 
Keypers seligen, jetzo Frau Margarethen Jobst Tetzlin Behausung 
an der einen (östlichen) Seite und an der andern (westlichen) an 
Michel Kramers verlassen Behausung gelegen, das Meister Hannsen 
Grünewalts des Plattners gewesen, zu kaufen. In dem darüber aus- 
gestellten Kaufvertrage, der schon am 6. Nov. 1495 abgeschlossen 
und am 13. Jan. 1496 ausgefertigt wurde, ist Herman Grünewalt 
als Vater genannt, der seinem Sohn Hanns das Haus als Heiratsgut 
übergeben habe, dann liegt eine 1490 von Dr. Anthoni Grünewalt 
gegebene Cession aller Ansprüche an seinen Vater, vor, dem er, 
seit er aus der Schul und welschen Landen gekommen, auch zur 
Unterstützung in Annehmung des Dienstes bei Markgraf Johann Kur- 
fürsten, 450 f. schuldig geworden, die er so wie seine Sache eine 
bessere Gestalt annehme, wieder zu zahlen verspreche, endlich ein Ver- 
kaufbrief, durch den am 6. Nov. 1495 Hanns Grünewalt das Haus um 
400 f. an Barbara, des Gerichtschreibers Johann Tuchscherers Ehefrau 
verkauft, die es dann wieder an Lienhard Oelhafen, einen Cleriker 
und Nichtbürger, wesshalb es einer besonderen Erlaubniss vom Rathe 
bedurfte, am 15. Jan. 1496 verkaufte. 
Hanns Grünewalt st. 1503 (nach Heller). Am 31. Oct. 1504 
verkaufen Hanns Helchner und Margareth seine Ehefrau an Martin 
Geuder ihren Theil an der Eigenschaft und Eigenzins an Hannsen 
Grünewalts Behausung an dem Thiergärtner Thor gelegen, daran 
der andere Theil vorher dem Dr. Johannes Pirklmeimer selig ge- 
wesen und nun in der Theilung auf Juliana Martin Geuderin ge- 
fallen ist. Urlt. des Hauses 439. Unter der Theilung ist die des 
Johannes Pirkheimerischen Nachlasses gemeint. Offenbar hatten die 
Helchnerischen Eheleute die Eigenschaft des andern Hauses besessen, 
welches von Grünewalt, als er nur noch Nachbar war, zu dem 
seinigen hinzugekatift und dadurch S. 439 geschaffen worden war. 
Grünewalt hinterliess von zwei Frauen, die er überlebte, 
mehrere Kinder. Anna, die tirkundlich 1467 genannt wird, war 
wahrscheinlich seine erste Frau und die Mutter des später als Dr.' 
Anthoni vorkommenden Sohnes. Der Namen der zweiten wird nir- 
gends genannt. 
Am Samstag 27. Juli 1493 wurde mit Zeugniss Ulman 
Stromers und Sebald Schürstabs eine Heirat abgereclet zwischen 
Hannsen Grünwalts, Plattners, Tochter Barbara und Hannsen Praun- 
auer, so dass Grünwalt seiner Tochter 300 f. als Zuscbatz geben,
        

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