Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1404616
WILHELM VON WORMS UND GRÜNEWALT, BEEDE PLATTNER. 
zu arbeiten zu dem Turnier bis zum Neujahr, derselbe ist, von 
dem bisher geredet wurde, lässt sich, weil jede andere Bezeichnung 
fehlt, und er aus irgend einer nicht angegebenen Ursache sein 
Bürgerrecht aufgegeben haben musste, mit Bestimmtheit nicht sagen, 
ein Plattner war er gewiss. Dass Ende 14.78 oder Anfang 1479 ein 
Turnier hier war, ist ebenfalls gewiss, aber etwas Näheres darüber 
ist nicht anzugeben. 
Mit 14.80 tritt Hanns Grünewalt als Nachbar des wohlbekannten 
sogenannten Pilatus-Hauses hervor, indem am 1.' Mai Martin Koler 
und Dorothea seine Ehefrau das Eigen und 2 f. rh. Eigengeld aus 
ihrem Haus an der Schmidgasse beim Thicrgärtner Thor, zwischen 
(Iunz Ergen und Hannsen Grünewalts Häusern gelegen, Hrn. Jo- 
hannes Pirkheimer Dr. und seiner Frau Barbara verkaufen, für 
welche jedoch Hanns Pirkheimer, des Dr. Johannes Vater, den Kauf 
abgeschlossen hat und sich am 16. Juni desselben Jahres eine 
stadtgerichtlich beglaubigte, von Hanns Tucher und Sebald Rieter 
bezeugte Urkunde ausfertigen lässt. Aus dieser zum Hause S. 4.39 
gehörenden Urkunde lässt sich aber für das Haus Grünewalfs gar 
nichts folgern, da durch Umbau die ganze Gestalt der Oertlichkeit 
verändert ist. Nur die Nachbarschaft des Meisters Grünewalt 
steht fest. 
Am Freitag 12. April 14.82 wurde ertheilt, oh der Grünewalt 
zwischen hie-und dem Turnier einen übrigen Knecht (d. h. über 
die gesetzliche Zahl) halten und darum gerügt würde, mit der Rüge 
hinum zu sehen. (Es sollte zu Ehren Markgraf Friedrichs Heimkehr 
von seiner Fahrt zum heiligen Grabe ein Turnier gehalten werden.) 
 Am Dinstag 20. Juli 1484 wurde dem Hannsen Grünwalt, 
Plattner, vergönnt, dass er mit seiner gebürlichen Anzahl Knecht, 
die laut der Ordnung zugegeben ist, sein Handwerk in beiden seinen 
Häusern arbeiten und üben mag, und seines Stückwerkers und 
Lehrjungen halb, die beede er in seinem Haus hat, soll es bei der 
Ordnung und Gesetz bleiben, und Solches soll den geschwornen 
Meistern mit ziemlichen Worten eröffnet werden. (Welche die beiden 
lläuser waren, 0b an einander stossende? ob das alte S. 54.5 am 
Plattenmarkt und das neue am Thiergärtner Thor? bleibt eine 
offene Frage. Stückwerker sind Meister, die nicht genug zu thun 
hatten, um für sich selbst arbeiten zu können, und daher für einen 
andern entweder in ihrer eigenen Wohnung oder, wie hier, bei 
diesem arbeiteten. Später kam dafür die Benennung "Heimarbeiter" 
auf.) Am Dinstag 31. Mai 1486 wurde Hannsen Grünwalt vergönnt, 
Conzen Ergen seligen gelassen Haus beim Thiergärtner Thor ge- 
legen, zu kaufen, ungeachtet dass er desselben Erben und seiner 
Habe ein Mitvormund ist. (S. oben bei a. 1480.) Am Samstag 
7. April 1487 Hannsen Grünewalten, Plattnern, zweier oder dreier 
Knecht mehr, dann ihm die Ordnung zugiebt, zu erlauben, dieweil 
er Herrn Sigmund Prüschenken seinen Harnisch macht, doch bei
        

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