Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1404574
finden sie sich wenn auch nur vorübergehend in S. 13 (Conrad 
Glockengiesser a. 1504), in dem ehemaligen Meth- dann Kaffee- 
hause L. 196 (Steffan Glockengiesser, gest. a. 1506), Niklas Glocken- 
giessefs Tochter Katharina heiratet den Wittwer Ulman Stromer, 
dem sie einen Sohn, Maternus genannt, gebar (Bied. tab. 4,68, wo 
ihr Vater Gnotzheimer und der Sohn Matthäus heisstl. Barbara 
Ulrich Rotmundin, wird am 4. April 1508, weil sie ihrer Mutter 
Katharina Glockengiesserin vom Rath gesiegeltes Testament für falsch 
erklärt hatte, an eine Bank auf vier Tage gestraft, u. dgl. mehr. 
Aber die wichtigsten Vorfälle berührten doch immer das Haus 
I.. 823. Am Donnerstag 7. Oct. 1518 wurde Hannsen Glocken- 
giessern dem ältern zu seines Sohns Hannsen vorhabender Hoch- 
zeit mit Jungfrauen Barbara, weiland Martin Gretzcn zum Halb- 
wachs seligen Tochter die Stadtpfeifer vergönnt auf den nächsten 
Montag nach Dionysi. Martin Gretz (auch Kretz und Kratz etc. 
geschrieben) war Theilhaber und zuletzt alleiniger Besitzer des 
Weingeschäfts der damals erloschenen Familie Halbwachs oder 
Halbgewachsen gewesen, das lange Zeit in S. 530 mit grossem 
Schwung betrieben worden. Ausser der Barbara hatte er zwei Söhne, 
Sebald und Peter, verlassen. Erbschaftsauseinandersetzungen der 
Schwester mit ihren Brüdern fanden im J. 1519 u. 1520 statt, 
WClClIC aber die Verhältnisse der Glockengiesser nicht berühren. 
Dagegen that sich das Einvernehmen der Schwager kund, indem 
sie beide zusammen, Hanns Glockengiesser und Sebald Gretz, den 
Cunz Meichssner, einen Zirkelschmid, todtschltigen. Weil sie aber 
mit des Entleibten Freundschaft sich gütlich vertragen hatten, wurde 
ihnen am Donnerstag 27. Fbr. 1522, in Sebald Pfinzings und Hanns 
Geuders Frage, zu Abtrag dieses Todschlags jedem 50 f. an den 
Rath zu bezahlen auferlegt. Denkwürdig ist folgender Verlass, weil 
er etwas noch zur Zeit Vorhandenes betrifft: Am Donnerstag 
10. April 1522 in Martin Geuders und Niklas Hallers Frage, wurde 
Hannsen Glockengiesser auf vorhergehende Besichtigung und Verhör 
seiner Nachbarn, die dess kein Einred oder Ahndung thun, ver- 
gönnt und zugeben, in seinem Haus bei St. Claren, so er von 
neuem zu erbauen vorhat, im andern Gaden auf der Seite gegen 
das Frauenthor eine Ausladung zu machen. Diese Ausladung oder 
Chor, noch jetzt mit dem Glockengiesserischen und dem Kretzi- 
sehen Wappen und der Zahl 1522 vor aller Augen, ist auch in der 
Sammlung der „Chörlein" abgebildet. Genannter geworden 1519, 
kaufte er 1538 den Besitz zum Galgenhof, der dann zum Glocken- 
hof genannt wurde. Sein Tod wird in 1559 gesetzt. Christoph 
Glockengiesser, sein Sohn, 1564 Genannter, bewohnte den Glocken- 
hof, starb 1595, und verliess zwei Söhne, Christoph und Conrad. 
Christoph ward Genannter 1588, starb 1630, sein Bruder Conrad 
hatte mehrere Söhne, von denen nur einer, Johann genannt, ge- 
boren 1639, zu männlichen Jahren kam. Dieser war zwar verehlicht,
        

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