Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1404524
LINDENAST, IQUPFERSCHMID. 
SEBASTIAN 
Verlass vom 3. Juli keine Notiz davon genommen, was, wenn ein 
derartiges Document im Besitz der Linclenaste gewesen wäre, gewiss 
geschehen wäre. Vielmehr wurde am 31. Jan. 1527 verlassen, dass 
Sebalden Lindenast, der wider die ihm nächst gegebene Ordnung 
etliche kleine vergoldete kupferne Geschmeide gemacht, die Strafe 
bis auf einen Gulden gemildert und ihm dazu bis auf nächst kom- 
mende Heilthumsweisung Frist gegeben werde; doch soll ihm dabei 
gesagt werden, sich dem gemäss zu halten, wie die Ordnung aus- 
weist, ein erber Rath werde sonst die Strafe (vollständig) von ihm 
nehmen. (In Leonhard Grundherrn und Leo Schürstabs Frage. 
S. unten.)-Ein Lindenast (ohne Nennung des Taufnamens) wurde, 
weil er eines Meisters Sohn gewesen, unangesehen, dass sein Vater 
das Handwerk nit getrieben, zugelassen, sein Meisterstück auf dem 
Gürtlerhandwerk zu machen 1527, in Clement Volkamers und Hanns 
Pömers Frage, am 9. Sept.  Benedikt Lindenasts, Rothschmidts, 
Wittwe Barbara wird noch am 24. Juli 1567 genannt. 
Auch gegen das hohe Alter, in welchem, nach Doppelmayfs 
Vermuthung, Lindenast gestorben sein soll, muss man Bedenken 
hegen. Nach allem waren die drei Jugendfreuncle, Kraft, Vischer 
und Lindenast, zwar Männer vorgerückten aber doch noch kräftigen 
Mannesalters. Diese Vermuthung mag zum Theil von dem J. 1462 
herrühren, in welchem man sie, wenigstens Kraft und Lindenast, 
an der Frauenkirche beschäftigen will. Dass dies aber ein durch 
die in manchen Handschriften unwissender Weise eingeschobene 
Jahrzahl veranlasster Irrthum ist, davon hat man sich wol über- 
zeugt. Auch Adam Kraft, obwol am frühsten von den drei Freunden 
gestorben, war noch keineswegs zur Grube reif. 
S. oben. Des obengenannten (Seite 37) Hanns Lindenasfs 
Wittwe Magdalena kommt mit Caspar Lindenast, ihrem Sohn, wobei 
auch andere Kinder erwähnt aber nicht namhaft gemacht werden, 
am 11. April 1496 bei Atifgebung ihres Hauses in der alten Leder- 
gasse vor. Sie besass hierauf ein am Ponersberg, an Endres 
Rössners Haus liegendes Haus, und Wilibald Pirkheimer, als 
Eigenherr desselben, erlangte am Montag 14. Aug. 1503 die Zu- 
sage, dass ihm wegen verfallnes -Eigenzins gegen dieselbe mit 
Execution solle verholfen werden. In Urk. v. 19. Spt. 1498 werden 
Caspar, Barbara, Benedict, Jorg, Paulus und Erhart als ihre Kin- 
der genannt. 
Baader in den Jahrb. f. Kunstwissenschaft etc. 1868, p. 254, 
255 gibt folgende Notizen: Hanns Lindenast schickte im J. 1490 
seinem Bruder Sebald etliche Arbeiten und Kaufmannschaft nach 
Antwerpen, um sie dort zu verkaufen.  Die beiden Meistersöhne 
und Gürtler Sebastian und Sebald Lindenast erhielten die Meister- 
atifnahme, jener im Jahre 1505, dieser anno -1528.  Sebastian 
Lindenast wohnte in einem Hause beim Spittlerthor, aus welchem 
er ans Zinsmeisteramt jährlich 2 f. zahlte. (Dass diese Notizen
        

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