Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1404383
TER V 
[SCHE 
JÜNGERI 
ROTHSCHMID. 
33 
ältern Ursula, dann des jungen Wittwers Kunstreise nach Rom, 
und hierauf sein, Hermann Vischefs, Tod zu setzen ist. Die ver- 
waiste Ursula heiratete dann Paulus Behaim, des alten Hanns 
Behaim Sohn, und wird nicht nur im Vertrag über das Gitter, 
Sondern auch in der am 3. Aug, 1530 getroffenen, über des alten 
Peter Vischers Nachlass Erbberetlung als "Ursula, Meister Paulusen 
Behaims Ehewirtin, Hermann Vischers seligen Tochter, des alten 
Peter Vischers Eniklein" genannt. Ueber ihr weiteres Geschick fehlt 
es an näheren Nachrichten, ausser dass sie 1536 starb. (S. Anzeiger 
für Kunde etc. 1873. Mai, Juni, Juli.) 
PETER 
VISCHER 
DER 
JÜNGERE, 
ROTHSCHMID. 
Dieser Peter, gemelts Vischers Sohn, hatte seine Lust an 
Historien und Poeten zu lesen, daraus er dann mit Hilf Pan- 
crazen Sehwenters viel schöner Poöterei aufriss und mit Farben 
absetzt. Er war in allen Dingen nicht weniger dann obgemelter 
Hermann sein Bruder geschickt und erfahren, und ist auch in 
seinen besten "Tagen verschieden. 
Sollt ich aber von der andern Brüder, Hanns, Jakob und 
Paulus, Kunst und Verstand nach der Länge anzeigen, möcht 
es zu viel seyn. 
Wenn am 22. Mai 1527 verlassen wurde, den geschwornerl Mei- 
stern des Rothschmitl Handwerks sei gesagt, dass sie Peter Vischers 
Sohn, das Grab, so er Herzog Friedrich von Sachsen Kurfürsten 
seligen gemacht, zu Meisterstück anrechnen und ihn also zu Meister 
ansagen sollen, und soll dem Ilandwerk solches keinen Nachtheil 
gebären oder an ihrer Ordnung Abbruch thun, kann das nur Peter 
der jüngere sein. Das Grab ist wol das bei Heller p. 39- f. S. auch 
Baader (Beiträge I, 25). Das Jahr 1507, in welchem Baader (Jhrb. 
f. Kunstwiss. 1868. p. 244) den jüngern Peter Vischer Meister 
werden lässt, kann nur ein Druckfehler sein st. 1527, oder Ver- 
wechslung mit dem Vater, was jedoch kaum glaublich. 
 In der Bestimmung der Zeit, dass nämlich Peter Vischer der 
jüngere noch vor seinem Vater starb, ist Heller p. 4.1 correct, 
Indem er aus dem grossen Todtengeläut fol. 28 b- beim Jahre 
1528 äfuch "Peter Vischer Rotschrnid der jüngere" eingetragen fand. 
E!" helratete die zweite des schon genannten Arnold Mag Tochter, 
Barbara, die am Freitag 9. Mai 1516 als seine eheliche Hausfrau 
erscheint, als sie aus der Vormundschaft entlassen wird, oder, nach 
danlaligßr Redeweise, ihre Vormünder, Hanns Gewandschneider und 
Sebald Behaim, fläCll gestellter Rechnung, der Vormundschaft enthob. 
Sie hatte ihrem Manne in schwerlich länger als dreizehnjäluriger
        

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