Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1404252
RÖHREN CUNZ. 
wegen seiner Kunst ist entstanden, dass man noch sagt: Du 
kannst erheben und legen wie der Röhren Cunz. Ich hab ihn 
selbst auf den Knopf St. Sebalds Thurm, den er geflickt, stehen 
und den Fahnen erreichen und umdrehen sehen. Sein Begleiter 
im Steigen war eine Flasche mit Wein, seine Kunst im Röhren 
legen soll er Niemand vergönnt haben. 
Ein Zusatz zu einer Handschrift, den auch Campe aufge- 
nommen hat, Heller aber gar nicht erwähnt, sagt: er wurde 1518 
nachts dahier erschlagen, und eine Chronik fügt noch bei: an 
St. Veitstag durch Hanns Wackler. Nun sind solche Todschläge in 
jenen Zeiten gar nichts Ungewöhnliches, da aber einzelne Hand- 
schriften nichts davon wissen, auch das Rathsbuch nicht die min- 
deste Erwähnung der Sache thut, was doch bei andern gleichartigen 
Fällen geschieht, so wird es genügen, des Falles gedacht zu haben. 
Dagegen folgen hier tirkundliche Mittheilungen, welche die verwandt- 
schaftlichen Beziehungen in helleres Licht setzen werden; 
I. Albrecht Schram als Vormund Luciae, weilund Cunzen 
Rudolfs, den man Rörenkunzen genannt hat, verlassen Kind, be- 
kennt für sich und Hannsen Hofmann, seinen abwesenden Mitvor- 
rnund, dass ihm die obersten Herren Vormund Wittwen und Waisen 
25 f. von dem Geld, so die jetztbenanntcn Herren dem Kind zu- 
ständig hinter ihnen liegen (haben) gegeben haben, damit sie des 
Kinds Mutter dess, so sie mit Recht erstanden, entrichten mögen, 
sagt die benannten Herren Vormund Wittib und Waisen darum für 
sich und sein Mitvormund quit frei ledig und los. Darauf bekennt 
Katherina, obbemelts Cunz Rudolfs verlassne Wittib, des Kinds 
Mutter, dass ihr der gedacht Albrecht Schram die 25 f., so sie 
gegen ihn und seinen Mitvormund mit Recht erstanden, entrichtet 
und zalt hat, sagt ihn seinen Mitvormund, derselben Pflegkind und 
all ihr Erben quitt frei ledig untl los. In forma meliori. Testes 
Caspar Pusch und Jorg Winkler. actum quinta post Martini (13. Nov.) 
1523. Cons. 30. f. 210. 
2. Hanns Roth als Ausrichter weiland Meister Hanns Behaims 
des ältern seligen gethanen Geschäfts, für sich und Endresen Peg- 
nitzer, seinenkMittestamentariern, und mit ihm Paulus Behain], 
Barbara Jorg Prymssen Ehewirtin, und Katharina, Conrad Rudolf 
sel. Wittib, alle drei vorbenannts Hanns Behaims verlassen ehe- 
leibliche Sohn und Töchter, verkaufen die frei lauter eigne Behau- 
sung in St. Lorenzen Pfarr an der Breiten Gassen, vornen an Endres 
hleischrnanns Haus und hinten an die Mauer bei dem Zeughatis 
stossend, wie sie von ihrem Anherrn erblich an sie gekommen, 
Linharten Strasser, Schreiner, und Anna, seiner ehlichen Hausfrau, 
um 980 f. rh. Geschehen am 13. Nov. 1538. Lit. 49. fol. 159. 
3. Lucia, Conraden Rudolfs verlassne Tochter, jetzo Hannsen
        

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