Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1404226
ADAM KRAFT 
STEINMETZ. 
einem Gemälde, als seinem Vorbild, arbeitete, und es wäre wol 
möglich, dass dieses von Michel Wolgemut angefertigt war, der 
auch sonst mit Sebald Schreier in nahem Verkehr stand. 
2. Vertrag mit Peter Imhof d. ält. Meister Adam Kraft be- 
kennt, dass er Peter Imhof dem ältern 310 f. schuldig ist, wiewol 
er ihm die Freundschaft gethan hat, solches in Fristen zu nehmen, 
nemlich in einem Jahr oder sobald des Marschalks Arbeit ausge- 
macht wird, auf das wenigste 100 f. bar zu bezahlen und darnach 
allemal jedes Jahr 25 f., auch soll gedachter Meister Adam dem 
Peter Imhof schuldig sein, die steinerne Stiege und andere Arbeit, 
die er ihm versprochen habe, auf die Fasten oder Wettertage 
schierst, anders und gar auszumachen. Was ihm dann iiberschösse 
an seinem Lohn, soll Peter Imhof innen behalten an der Summa. 
Und zu mehrer Vergewissung dieser Schuld hat Meister Adam seine 
Behausung, die da in der Neuen Gasse genannt auf St. Jakobs 
Steig liegt, wie man von Zwölf Brüdern gen St. Jakob geht, darin 
er jetzt wohnt, zwischen Conzen Hagens Zimmermanns und Hannsen 
Pauern des Bierbräuen Häusern gelegen, zum Unterpfand gesetzt, 
mit Verwilligting Martin Preglers als Eigenherrn. Als gebetene 
Zeugen zu dieser am Montag 25. Aug. 1505 ausgestellten Schuld- 
verschreibung sind Hanns Kneussel und Hanns Reich beigeschrieben. 
 S0 genau auch das Haus bezeichnet ist, so schwer ist doch 
die Bestimmung desselben, abgesehen davon, dass die Neudörferische 
Bezeichnung gar nicht passt. Denn die Neue Gasse ist identisch 
mit der alten Apothekergasse oder der jetzigen Karthäusergasse 
und diese ist wieder ganz verschieden vom Steig, dem jetzigen 
Kornmarkt oder Schrannenplatz. Auch der Marschalk und seine 
Arbeit gehören noch zur Zeit unter die Unauflösbarkeiten, unstreitig 
aber gehört dieser Namen einem hiesigen Bürger an, nicht einem 
Adelsgeschlecht, etwa den Marschalken von Ebnet oder sonst einem. 
Zu letzterer Vermuthung veranlasst eine, einen Meister Adam be- 
trelTentie Urkunde vorn folgenden Jahre, worin ein Marschalk als 
Bürge erscheint. 
3. Am Donnerstag 24. Sept. 1506 erklärt Barbara Keglin, 
dass ihr Barbara, Meister Adams ehliche Wirtin, 20 f. rh. von 
wegen eines Kindleins, dass sie in vergangner Zeit mit benanntem 
Meister Adam erzeugt und überkommen, für ihre Anforderung, 
die sie desshalb zu ihm gehabt, ausgerichtet und bezahlt habe, so 
dass sie dasselbe Kindlein erziehen und hinbringen soll; sie sagt 
darum den benannten Meister Adam, seine Wirtin und ihre Erben, 
auch Meister Melchior Glaser und Heinrich Marschalk, die für dieses 
Geld gegen sie Bürge geworden waren, in der besten Form ledig 
und los. Als Zeugen waren zugegen Jorg von Thill, Lienhart Rumel 
und Veit Wolltenstein. Diese drei sind in der Stadt-Geschichte 
Nürnbergs wolbckannte Personen, Melchior Glaser war Stadtschlosser, 
der, als sein Bruder Clemens in der Nacht vom 8. Sept. 1514 in
        

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