Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1404120
HANNS BEHAIM STEINMETZ DER JÜNGER GENANNT. 
zugleich mit dem ältern, Genannter geworden (ebenf. nach Roth), 
wogegen aber streitet, dass er schon lange vorher Landbaumeister 
war und dieser Stelle am 22. Dec. 1513 auf seine Bitte enthoben 
wurde, weil er sich „daneben erbot, je zu zeiten, wenn einem Rath 
grosse Gebäu in der Stadt oder auf dem Land vorfallen würden, 
sich auf Ersuchen dazu gebrauchen zu lassen und einem Rath zu 
dienstlichem Gefallen zu erscheinen". An seine Stelle wurde gleich 
des andern Tages durch die Landspiieger Simon Rössner der Stein- 
metz gesetzt, mit 16 f. Sold. In demselben Jahre hatte er, laut 
Rathsverlass vom 8. Merz, die sechs Weiher, die vorher den Fisch- 
beclten, einem erloschenen Adelsgeschlecht, gehört hatten und zuletzt 
an den Rath gekommen waren, von demselben um 1100 f. rh. und 
einem jährlichen Eigenzins von 16 f. gekauft,worüber es mit dem nahe 
daran gelegenen Kloster Pillenreut zu lang dauernden, erst 1528 
verglichenen Streitigkeiten kam. S. die Fischbecken und ihre 
Weiher, im Anzeig. f. Kunde etc. 1865, N0. 2-4. Er war zwei- 
mal verheiratet, seine erste Frau hiess Dorothea Ernstin und 
kommt schon am Freitag 19. Fbr. 14.96 und nachher noch öfter 
vor, sie starb 1514 oder 1515, da am 25. Sept. 1515 über Le- 
gate, die sie gemacht, quittirt wird; seine zweite, Anna, Ulrich 
Mocken Tochter, wird genannt am 28. Sept. 1518. Er scheint 
ziemlich begütert gewesen zu sein, was auch die Stelle "ward 
einer ziemlichen Burgersnahrung" bedeuten soll, und sich haupt- 
sächlich auf das Geschäft des lt-Iäuserkaufens und werkaufens verlegt zu 
haben. Von seinen Kindern lassen sich Christoph und Hanns, beide 
am 18. März 1545, dann eine mitHanns Rot, Wirth bei St. Jakob, ver- 
heirateteTrvchter, hierauf Katharina, mit ErasmusRotenburger, Kriegs- 
schreiber, Anna, mit Jakob Fröschel verheiratet, und Helena, nam- 
haft machen. Beide, eben genannte Gebrüder, quittiren am besagten 
Tag Meister Paulus Behaim und Hanns Rot, ihre Vetter und Schwager, 
bisherige Vormünder, bitten aber, weil sie noch nicht 25 Jahr er- 
reicht, ihnen Erasmus Strauss, ihren Vetter, zu Curator zu setzen, 
was sofort geschieht. Cons. 62, Fol. 7. Wie Erasmus Strauss ihr 
Vetter war, ob ein Bruder der Dorothea, bleibt zu ermitteln, Paulus 
Behaim aber heisst doch wol so als Bruder ihres Vaters, und 
dadurch wäre das Verhältniss des Landbaumeisters zu dem ältern 
Hanns Behaim, als seines Sohns, festgestellt. Zu den von dem jüngern 
Hanns gekauften Häusern gehörte auch das des Bildschnitzers-Veit 
Stoss, welches, da er es am 20. Merz 1534. von den Stossischen 
Executoren um 1000 f. gekauft hatte, die Erben, resp. die beiden 
Töchter Katharina und Anna, mit Wissen und Willen ihrer Ehe- 
männer, am 4. Juny 1550 an Stephan Prechtel, Schreib- und 
Rechenrneister, und Veronica, seine Ehefrau, um 1600 f., und 
einem Leikauf von 20 f. für die beiden Verkäuferinnen, verkauften. 
Urk. des Hauses S. 940. Dass das, von Heller p. 15. aus TrechseFs 
Beschreibung des St. Johanniskirchhofs p. 381. mitgetheilte, Epitaph
        

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