Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1404024
JOHANN NEUDÖRFER UND SEINE NACHRICHTEN. 
XIX 
Baadefs einen viel weitern Rayon umfassen, als Neudörfefs der 
Anlage nach auf das, was ihm in Zeit der acht Tage beifiel, 
beschränkte Nachrichten, so sind sie von Anfang an durchaus 
reichhaltiger, und von ihm an könnte erst eine Kunst- und Hand- 
Werks-Geschichte Nürnbergs beginnen, die nicht blos aus No- 
tizen, die beiläuüg unter guten Freunden, wo man es mit der 
Correctheit nicht allzugenau nimmt, besprochen werden, be- 
stünden, sondern die auf urkundlichen Zeugnissen beruhen und 
die Sage in ihren gebührenden Schranken halten. 
Möge man diese Worte nicht für eine Geringschätzung 
und Herabwürdigung Neudörfefs halten. Im Gegentheil, man 
kann immer nur ihm zum Danke verpflichtet sein, dass er, sei 
auch die Veranlassung gewesen, welche sie wolle, und die Form 
immerhin so unbeholfen, wie sie es ist, den Anfang gemacht 
hat, Aufzeichnungen über die künstlerische und handwerkliche 
Bedeutung Nürnbergs zu machen. Sein Verdienst wird durch 
die Nachweisung der verschuldeten Verstösse, angesehen die 
Kürze der Zeit, die er zu seinen Nachrichten verwendete, und 
dass er nicht daran dachte, damit vor ein kritisirendes Publicum 
zu treten, jedenfalls ungeschmälert bleiben 
Begründer einer Kunstgeschichte Nürnbergs 
kümmert werden. 
und ihm die Ehre, 
zu sein, nicht ver- 
Die hier zu Grunde gelegte Handschrift ist Eigenthum 
der Nürnberger Stadtbibliothek, resp. der sogen. Will-Nori- 
scheu, und gezeichnet III. 915. b. Sie enthält nicht blos Neu- 
dörfefs Nachrichten bis p. 119, sondern auch Guldens Fort- 
Setzung bis p. 176, worauf ein Register, dem Anschein nach 
von Dr. M. Mayer's Hand, angefangen, aber nur bis Burkhart 
geführt worden ist. Den Schluss machen unbeschriebene Seiten 
bis p. 182. Die Schrift scheint aus dem Ende des löten oder 
Anfang des I7ten Jahrhunderts zu sein. Auf jeder 
je ein Namen besprochen, wesshalb bei Vielen die 
Hälfte der Seite leer ist. 
Seite ist 
grössere
        

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