Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1406341
NACHWORT DES HERAUSGEBERS. 
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er sei erst später mit Neudörfer bekannt geworden, und habe 
in der zweiten Abtheilung des zweiten Buches, worin er angeb- 
lich die Mechaniker behandelt, das Versäumte nachholen wollen, 
indem er eine gute Anzahl solcher Namen, die Neudörfer be- 
spricht, und zwar mit allen denselben eigenen Irrthümern, 
zum Vorschein bringt, so Conrad und Andreas die Glocken- 
giesser, Burkhard, Sebastian Lindenast, Hanns Heuss, Hanns 
Frey, Martin Harscher, Peter Fischer und seine Söhne, Hanns 
Meuschel, Sebald Behaim, Hanns Bullmann, Wilhelm von 
Worms etc. etc. Es ist fast komisch, wie Peter Hele und dann 
Andreas Heinlein aufgezählt werden, als wären es zweierlei 
Personen. Es ist das die Schattenseite des Doppelmayrischen, 
in anderer Hinsicht so verdienstlichen Werkes; und man wird 
an Will erinnert, der in den letzten Bogen des vierten Bandes 
der Münzbelustig. auch sich verpflichtet glaubte, eine Nachlese 
aus Neudörfer zu geben, was er, da es seines Amtes nicht war, 
besser unterlassen hätte. Auch Murr hat nicht unterlassen, 
einige Bruckstücke aus Neudörfer zu geben, und da er selbst 
eine Trompete gesehen hatte oder den Besitzer einer Trompete 
kannte, auf welcher der Verfertiger seinen Namen Meuschel 
eingeprägt hatte, so durfte an der Richtigkeit dieses Namens 
nicht ferner gezweifelt werden. Wenn man diese von Geschlecht 
zu Geschlecht fortgepflanzten Irrthümer sieht, zuletzt massen- 
haft in Rettberg's Kunstleb. p. IOO und an anderen Orten, so 
darf man der Nürnbergischen Kunst- und Handwerksgeschichte 
zu einem künftigen Restaurator derselben Glück wünschen, 
möge er nun aus dem Germanischen Museum oder aus dem 
Bayerischen Gewerbsmusetim oder wo es immer sein möge 
hervorgehen, denn es thut eines solchen Restaurators Noth. 
Hoffentlich wird man nicht sagen, die in den vorstehenden 
Blättern gerügten Unrichtigkeiten seien unerheblich, es sei un- 
bedeutend, ob Pülmann Hanns oder Jacob, ob Heuss Hanns 
oder Georg geheissen habe, ob der Trompetenmacher Meuschel 
oder Neuschel zu schreiben sei, ob das Sterbejahr Hermann 
Vischerls und Hanns von Kulmbach's ein früheres oder ein 
späteres sei, u. dgl. m.; mit solchen Entgegnungen in einen 
Disput sich einzulassen, ist die Sache dieser Zeilen nicht; wer 
nach Wahrheit redlich strebt, muss derselben auch im Kleinen
        

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