Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1406311
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NACHWORT DES HERAU-SGEBERS. 
den er, und mit Recht, als Künstler sehr hervorhebt, werden 
mit Berücksichtigung Neudörfens besprochen; an der Echtheit 
des angeblich von Dürer gemalten Porträts des Georg Penz, der 
fast als ein Greis erscheint, möchte aber beiläufig gezweifelt 
werden dürfen, da Penz, als Dürer ihn abgeconterfeit haben 
konnte, noch ein junger Mann gewesen sein muss; Barthel 
Behaim (233) wird ganz selbstständig besprochen, da er, San- 
drart, in Italien, wo Barthel starb, sichere Nachrichten über ihn 
eingezogen haben mochte, so wie dieses auch mit Hanns Sebald 
Behaim, der sich nach Frankfurt a. M. begab, dort an der St. 
Leonhards-Pforten gewohnt, endlich eine Weinschenke aufge- 
richtet, den „Namen eines übeln Hausers" verdient und mit 
demselben a. 1545 gestorben sei, der Fall war. Dass er dann 
noch Ludwig Krug (234) als "Krüger" erwähnt, er habe un- 
gefähr a. 1516 gelebt, macht den Schluss seiner Bekanntschaft 
mit Neudörfer; andere Namen, die Lindenaste, Grünewald etc. 
mochten ihm entweder zu Lintergeordnet oder aber von seinem 
eigentlichen Felde, der Malerei, zu fernliegend erscheinen, 
obwohl er auf andere Künstler, die jedoch eigentlich der spä- 
tern Zeit, der Periode Gulden's und Doppelmayns angehören, 
ebenfalls einging. 
Bereits 1822 hat Heller es ausgesprochen (pag. 3 der Bei- 
träge), dass Sandrartldas Manuscript Neudörfefs benutzt hat, 
und wenn er sich anheischig macht, zeigen zu wollen, dass 
Sandrart nicht, wie man häufig den unrichtigen Vorwurf mache, 
nur schlechten Traditionen gefolgt sei, sondern er zu seinem 
Buche mehrere schriftliche Nachrichten benutzte, so kann dies 
hier dahingestellt bleiben, da Heller diesem Versprechen niemals 
nachgekommen ist, und schriftliche Quellen, ja selbst gedruckte, 
noch keineswegs immer eine Unfehlbarkeit in sich schliessen, 
wie es ja auch mit Neudörfens Nachrichten selbst sich verhält. 
Personen, die bei Neudörfer nicht mehr genannt werden, sind 
bei Sandrart folgende: Hanns Paulus Auer, Heinrich Popp, 
Georg Christoph Emmert (diese p. 337), Ermel, den er, weil 
er ihn ohne die Vornamen "Johann Franciscus" nennt, was 
Doppelmayr p. 250 ergänzt, doch nicht näher gekannt haben 
mag, dann Johann und Johann Jacob von Sandrart (diese p. 338, 
sie liegen schon über Neudörfefs Zeit herab), Michael Herr
        

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