Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403974
XIV 
SEINE NACHRICHTEN. 
JOHANN NEUDÖRFER UND 
fol.), indem er ein das ganze Gebiet der Malerei, Bildhauerei 
und Baukunst behanclelndes Werk, das unbestreitbaren Werth hat, 
Nürnbergischen Künstler 
z. B. bei Georg Penz, 
unternahm, auch in der Besprechung der 
Lmverkelanbar Neudörfcfs Handschrift, 
vor Augen gehabt und benutzt hat. 
Einzelne eingehenden Untersuchung 
Von Kritik und einer ins 
kann bei einem solchen 
Werke 
keine Rede 
sein; 
dass 
bei 
Albrecht 
Dürer 
das 
Mär 
lein 
erzählt, 
Agnes 
habe 
ihn 
SO 
gequält, 
dass 
ihr 
Zll 
entgehen, 
davon und 
nach 
den Niederlanden 
gegangen 
und 
81'511 
auf Pirkheimcfs Vermittlung wieder heimgekchrt sei, darf man ihm 
nicht 
verdanken, 
da 
Cf 
gewiss 
nicht 
ZUCfSt 
ausgeheckt, 
SOH- 
dcrn 
nur nacherzählt hat. 
Genug, 
dass 
VO I] 
Neudörfer bereits 
hierauf Doppel- 
Conrad Monath 
Nürnbergischen 
Notiz genommen hat. Zum erstenmal machte 
mayr in seiner 1730 zu Nürnberg bei Peter 
fol. erschienenen histor. Nachricht von den 
Mathematicis 
und 
Künstlern 
ETC. 
einen 
ausgedehnten 
Gebrauch 
VOI] 
diesen Nachrichten. 
Will 
hat 
sich 
ZWEII" 
in den Münzbelust. 
II. p. 406 die Mühe gegeben, alle von Doppelmayr übergangene 
Personen, 22 an der Zahl, namhaft zu machen, wobei er ihm 
nur das Unrecht thut, auch den Hieronymus Formschneider 
darunter zu zählen, da er diesen als Hieronymus Andreae, und 
zwar mit ausdrücklicher Hinweisung auf Neudörfer, in den 
Noten mm) nn) etc. namhaft macht. Dass Doppclmayr in den 
meisten Fällen die Neudörferische Nachricht gläubig und unbe- 
unstandet 
aufnahm, 
etwa 
bei 
Dürer 
sclbsständig 
verfuhr 
und, was fast unglaublich, der armen Agnes, die nach allen 
Anderen Dürefs Tod ganz allein verschuldet hat, diese Schuld 
nicht aufbürdet, diese sich aller Kritik entschlagende Gläubig- 
keit ist zu sehr das Zeichen aller früheren Geschichtsforscher, 
dass man sich gar nicht darüber wundern und es ihm nicht 
anrechnen darf, obgleich ihm der Namen eines Forschers gerade 
desshalb nicht gebührt. Doppelmayfs Buch hat in den späteren 
Partien gewiss seinen grossen Werth, weil er da auf sichern
        

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