Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1406292
NACHWORT 
DES 
HERAUSGEBERS. 
Wirft man einen Rückblick auf diese Fortsetzung, die 
man dem Andreas Gulden verdankt, so wird man offenbar er- 
klären müssen, dass er hinter Neudörfer, seinem Vorgänger, 
bedeutend zurücksteht. Allerdings hat auch dieser seine Schwä- 
chen und Mängel, die aber zum grossen Theil auf die kurze 
Zeit von acht Tagen, in denen er seine Nachrichten zusammen- 
schrieb, geschoben werden müssen; dafür aber wird der Leser 
durch die Namen der bedeutenden Männer, die wie in einer 
Zauberlaterne an ihm vorübergeführt werden, reichlich ent- 
schädigt und nimmt die Verstösse, die gemacht werden,-nicht 
so übel; es war als ein oizpöapot E; rio iroipowrixoi oixoziezv ge- 
schrieben und erst spätere Jahrhunderte kamen auf den Einfall, 
ein XTäpoyä-ä 150 sie! darin sehen zu wollen. Wenn nun aber 
dem Fortsetzer auch der Vortheil abgeht, mit solchen Namen, 
wie: Albrecht Dürer, Adam Kraft, Peter Vischer, Veit Stoss, 
Parade machen zu können, so muss man ihm zwar die Ent- 
schuldigung zukommen lassen, dass das Zeitalter, in dem er 
sich bewegt, trotz vieler Thätigkeit und anerkennenswerther 
Erfmdsamkeit und Geschicklichkeit im Kleinen, im Ganzen 
dürftiger und mangelhafter ausgestattet war, als die Periode 
Neudörfefs, aber dass er bei alledem nicht alle, die nennenswerth 
gewesen wären, namhaft gemacht hat und vor Allem Einen 
übergangen hat, der ihm nicht unbekannt geblieben sein konnte, 
nämlich Joachim von Sandrart; was auch immer die Ursache 
gewesen sein mag, ob er den Mann als zu hoch stehend er- 
achtet habe, um ihn in sein Verzeich_niss aufzunehmen, oder
        

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