Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1406168
.150 PRONNER, ZEUGLIEUTENANT. 
Zll 
Doppelmayr (233) thut ihrer gleichfalls Erwähnung und sagt, 
dass die erste am 4. Juli 1657, die zweite am 1. März 1658, die 
dritte am 2. April 1669 starb, worin aber darin, nach seiner eige- 
nen Anmerk. 9., geirrt ist, dass Maria, die Joh. Jacob Kern 1657 
geheiratet hatte, im folgenden Jahre, also 1658, im ersten Kind- 
bett starb, worauf Kern, des Bildhauers Leonhard Kern Sohn, nach 
Holland und dann nach England lging, und a. 1668 zu London 
starb. (Siehe Doppelm. 232.) Ob dieser Kern der Hans Kern ist, 
der im zweiten Corridor des Rathhatises das Gesellenstechen von 
1446 abbildete, wäre zu untersuchen. Rettbg. Kstl. 181, und wegen 
Leonhard Kern ebend. 172. 
LEO 
PRONNER, 
ZEUGLIEUTENANT. 
Dieser Leo Bronner war alhie Zeug Leutnant, hat aber 
benebenst Belieben getragen, aus Eisen, Holz, Silber allerlei 
reine und subtile Sachen zu machen von durchgebrochener 
Arbeit, auch Crucifixe und andere Figuren zu machen und 
solches bis in sein hohes Alter getrieben, wie dann Stück von 
ihm vorhanden, die er in dem 79. Jahr seines Alters gemacht 
hat. Ich hab dergleichen selbsten, bevoraus aber einen Kirsch- 
kern, daran er auswendig acht unterschiedliche Köpflein oder 
Gesichtlein, als eines Kaisers, Königs, Fürsten, Bischofs etc. 
neben einer Schrift von lateinischen Buchstaben und ander 
Zierwerk (so Alles durch ein Vergrösserungsglas eigentlich zu 
sehen und zu lesen) geschnitten und in solchem Kirschkern 
über die IOO Stück Hausgeräthlich und Werkzeug, als Tisch, 
Bänk, Stühl, Kandel, Schüssel, Salzfass, Messer, Zirkel, Scheer 
etc. von Holz, Eisen, Zinn, Messing, jedes nach rechter Propor- 
tion mit seinem Gewind und Bewegung, eingelegt, und ist doch 
damit solcher Kern noch nicht ganz angefüllet, von welchen 
Stücken die Specitication, auch was er sonst mehr künstliches 
gemacht, in Druck vorhanden. Er hat auch das Vaterunser zum 
öftcrn auf die Grösse eines Pfennings geschrieben und noch in 
der Mitte ein Spatitim gelassen, dass Cruciiixe darein haben ge- 
mahlt werden können. 
Doppehnayr erwähnt ihn (218, 319) sehr 
1550 zu Thalhausen bei Klagenfurt geboren, 
Steiermark auf der Mauth bedienstet, verliess 
ausführlich, er sei 
war zu Aussee in 
1600 der Religion
        

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