Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403952
XII 
JOHANN NEUDÖRFER UND SE 
INE NACHRIC 
HTEN. 
seinem 
Erlöschen 
eine 
ehrcndc 
Anerkennung. 
Begraben 
wurde 
er unter n. 2122 auf St. Johannis, und Trechsel p. 28 gibt 
auch eine Beschreibung des Epitaphs, woraus zu sehen, dass 
er das vermehrte Wappen führte. Freilich ist die bedeutungs- 
volle Grabschrift auf n. 677, welche die Erben dem alten 
Rechenmeister setzten, wie schon erwähnt, bereits vor mehr als 
ällldeflihtllb 
Jahrhunderten 
ein 
Raub 
schnöder 
Gewinnsucht 
worden, und auch das von Nicol. de Neufchatel ein Paar Jahre 
vor seinem Tod gemalte und auf dem Rathhause zu ehrcndem 
Gedächtniss des Mannes aufbewahrte Bildniss ist hier x1icht 
mehr vorhanden, sondern zu München, aber sein Namen wird 
unter den verdienten Männern, auf Welche seine Vaterstadt stolz 
zu sein berechtigt ist, stets eine ehrenvolle Stelle einnehmen 
und ihm das Zeugniss gegeben werden müssen, dass er ein 
durch eigene Kraft zu dem, was er war, gemachter Mann war. 
Durch die Aufzeichnung dieser Nachrichten hat Neudörfer, 
ohne es zu wissen und zu ahnen, der Kunstgeschichte einen 
grossen Dienst geleistet. Dass es ausser den politischen Actionen, 
mit welchen allein die frühere Geschichtschreibung sich befasste, 
auch noch ein anderes, dem künstlerischen Geiste gehörendes 
Moment geben könne, auf welchem nur unblutige Lorbeern zu 
erringen wären, hatte man, wenn man es auch wusste, nicht 
beachtet, und obgleich die kunstreichen Schöpfungen des Malers, 
Bildhauers, Baumeisters, und Anderer vor Aller Augen standen, 
so hatte man doch nur zufällig, und wenn andere Umstände 
mit ihnen im Zusammenhange standen, daran gedacht, 
ihnen schriftlich etwas aufzuzeichnen. Daher kommt es, 
von 
dass 
sich über die frühere Zeit allenfalls in Rechnungen, gesetzt 
diese seien vorhanden, etwas aufgezeichnet findet, über Anderes 
aber gar nichts, und der mündlichen Ueberlieferung und der 
Sage ein unbeschränkter und von derselben auch unbedenklich
        

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