Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1405997
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STEPHAN UND CHRISTOPH FABIUS 
BRECHTEI. 
auch in der Arithmetica, Geometria, Visierkunst, und Auf- 
zeichnung der Sonnenuhren wol berühmt, und dann dessen 
Sohn, Christoph Fabius Brechtel. Doch ist unter allen der 
Christoph Fabius der fürtrefflichste gewesen, wie zum Theil 
aus seinen in Kupfer vorhandenen Alphabeten, und was er von 
rechter Stellung und Proportion der Buchstaben im Druck 
heraus kommen lassen, zum Theil auch sonsten aus seinen 
Kunstschriften, die eine besondere Freudigkeit und Tapferkeit 
weisen, zu ersehen, also dass er für einen der besten Schreiber 
damals alhier ist zu halten gewesen. 
Dass Hanns Behaim der jüngere 1534 das Haus Veit Stossen 
kaufte, ist oben gezeigt worden. Nach Behainfs Tod fiel es in der 
Erbtheilung an seine beiden Töchter, Katharina, mit Erasmus 
Rotenburger, Kriegschreiber, und Anna, mit Jacob Fröschel ver- 
heiratet, welche es, gelegen an der Judengasse bei dem alten Heu- 
gässlein, an einem Eck gegen Martin Gruners des Kandelgiessers 
Behausung über, zwischen der Herren Geuder und weil. Hannsen 
Pfeiffers seligen Behausungen, um 1600 f. Kaufstlmma und 50 f. 
den zwei Verkäuferinnen zu Leikauf an Steffan Prechtel, Rechen- 
meister, und Veronica, seine Ehewirtin verkauften, worüber der 
Schultheis, Haug von Parsberg zu Parsberg und Luppurg, Ritter, 
und die Schöpfen am Mittwoch 4. Juni 1550 einen Gerichtsbrief 
ausstellten. Die Käufer gaben sechs Jahre darauf aus ihrer Behau- 
sung in der Judengasse, zwischen Georg Heufelders und Johann 
Starken Häusern liegend, die Eigenschaft mit 35 f. rh. Johann 
Neudörfern, Rechenmeistern, um 700 f. ablösbar entweder im Ganzen, 
oder je 5 f. für 100 f. in halbjähriger Aufküildigtlng zu kaufen, 
wobei Mang Dilherr und Caspar Neumayr als Zeugen ihre lnsigel 
anhängten, geschehen am 2. Mai 1556. Die noch nicht ganz ab- 
gelöste. sondern noch 400 f. betragende Eigenschaft war nach Neu- 
dörfefs Tod erblich an Helena, Cornelius Görzcns ehliche Haus- 
frau, Neudörfers Tochter, gefallen, welche dieselbe  wobei die 
des nun auch gestorbenen Prechtels Behausung an Nicolaus Lon- 
eisen gelegen bezeichnet ist  an Christoph Balthasar Gugels sel. 
fünf Kinder Vormünder, Tobias Tucher und Paulus lmhof, um 
400 f. verkauft, wobei Herdegen Tucher und Johann Neudörfer, 
beide Genannte, am 1. Nov. 1578 ihre lnsigel anhängen. 
Stephan Prechtel, geb. 1523 zu Bamberg, legte sich zu Nürn- 
berg und Leipzig auf Arithmetik, auf die Coss oder Algebra, und 
die Gnomonik. Johann Neudörfer war zu Nürnberg, und ein Mathe- 
matiker von Amberg, Leonhard Sehofer, zu Leipzig, sein Lehr- 
meister. Daselbst legte er sich auch auf die Büchsenmeisterkunst, 
namentlich als Leipzig 1546 und 1547 durch Kurfürst Joh. Fried-
        

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