Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1405885
ALEXIUS BIRBAUM. 
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als Testamentsausrichter des alten Veit Stoss, bis an seinen 1548 
erfolgten Tod. Dass Caspar Schmid nach der Grabneriil Tod wieder 
geheiratet hatte, ist selbstverständlich, und seine Wittwe Katharina 
wird von Barbara Stossin ihre Stiefmutter genannt. Ob Sebald 
Schmid der Rothschmid, sein, Caspar Schmids, Sohn war, ist nicht 
zu behaupten, ein Befreundeter war er ohne Zweifel. Die Nachbar- 
schaft mag die Annäherung der Familien gefördert haben; beide, 
Stoss und Schmid, wohnten in der Judengasse. Stoss, wie schon 
gezeigt, in S. 939, Schmid in der gegenüberliegenden Häuserreihe, 
vielleicht in oder nahe an S. 1106. 
Der wegen seiner schönschreiberischen Fertigkeit genannte 
Paulus Vischer, Kanzleischreiber, gehörte, wie wol kaum zu be- 
merken nöthig ist, nicht entfernt zu der Familie oder Freundschaft 
des Rothschmieds oder, wie man jetzt zu sagen vorzieht, Erzgiessers. 
Neudörfer ergreift olfenbar nur diese Gelegenheit, um ihn Ehren- 
halber zu erwähnen. Als am 10. Oct. 1516 die Hofmannschen 
Erben das ehemalige Wirtshaus zum "Goldenen Stern" beim Neuen- 
thor, der Rechenmeistershof genannt, an Martin Markhart den Wirth 
und Anna, seine ehliche Hausfrau, verkauften, wird Paulus Vischer 
der Kanzleischreiber, nebst seiner Frau Margaretha genannt. (Lit. 31, 
fol. 41 b.) Sie war die Tochter Michel Hofmanifs sel., des vorigen 
Wirths, und seiner Wittwe Walburg. Ob aber, wie Doppelmayr an- 
nimmt, Paulus Vischer ein eigentlicher Lehrer Johann Neudörfer's 
gewesen, dürfte aus dem Ehrenhalber gebrauchten Ausdruck „ge- 
treuer Lehrer" noch nicht hervorgehen. 
w 
ALEXIUS 
BIRBAUM. 
Dieser war Kirchner bei St. Lorenzen, in mancherlei 
Schrift berühmt, sonderlich aber in Notiren beiderlei Art Ge- 
sängen (die er geübt gewesen), ist er löblich. Er hat auch viel 
Kirchenbücher geschrieben und in lateinischer Sprach einen 
hohen Verstand gehabt, hat etliche Jahr als Rechenmeister 
Schul gehalten. Und wiewol vor meinen Zeiten hier viel künst- 
liche" Rechenmeister gewesen, so haben doch Bartholomäus 
Zolcher und Conrad Glaser in selbigen bei meinen Zeiten den 
guten Ruhm erhalten. 
Zufolge Rathsverlass vom Mittwoch 6. Aug. 1516 wurde auf 
Absterben Albrecht Söldnefs, Alexius Birbaum zu einem Kirchncr 
bei St. Lorcnzcn ertheilt, jedoch gegen eine Bürgschaft von 800 f., 
die auch sogleich von seiner Freundschaft geleistet wurde. Diese 
waren Hanns von Koschka und Katharina seine eheliche Hausfrau,
        

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