Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1405684
HANNS NEUSCHEL, POSAUN! 
CNHAC 
HER UND STAi 
TTROVMETER. 
leute zunächst nur insofern berührte, dass sie den Eigenzins an 
eine andere Person als vorher zu entrichten hatten, ohne im Besitze im 
Geringsten gestört zu sein. Als diese Erbleute werden damals ge- 
nannt weiland Conrad Gerlachs Lautenmachers seligen nachgelassene 
tun-mündige Kinder, denen drei Viertel, und Hanns Gerlach, ihr 
Bruder, dem das vierte Viertel des Erbes gehört. Ausdrücklich 
wurde bemerkt, dass den Erbleuten ihr Recht der Ablösung tinver- 
kümmert sei, was auch Georg Schröter, Messerer, der Käufer, also 
annahm. Die Lage des Hauses war immer noch in der Breitengasse, 
aber die Nachbarn waren ganz andere als 1516, Lienhart Grosser, 
der Schreiner, und weiland Jacob Pons, Kürschners seligen, ver- 
lassene Erben. (Lit. 60, f. 81 b.) Hanns Gerlein, Lautenmacher, 
kommt als Vormund sogleich im folgenden Jahre vor, am 27. März 
154.6 (Cons. 64, fol. 23 b) und ohne Zweifel noch öfter, ohne dass 
für seine künstlerische oder musikalische Thätigkeit daraus etwas 
zu entnehmen wäre. 
HANNS NEUSCHEL, 
POSAUNENMACHER UND STADT" 
TROMMETEZR. 
Was Zier und Lobs in dieser Stadt, auch Ruhms in allen 
Städten, darin. man die musikalischen Instrumente braucht, 
dieser Neuschel hat, auch Was man seiner Arbeit mit Posaunen- 
machen in mancher Stadt hat, das wissen alle die so in könig- 
lichen und fürstlichen Höfen mit Posaunen timgchen, dann er 
nicht allein dieselben zum besten zu matchen geübt, sondern 
auch dieselben zu blasen, zu dämpfen und zu stimmen, auch 
mit aller Lieblichkeit ins Gesäng zu richten, künstlich gewest 
ist. Papst Leo, dem er silberne Posaunen gemacht hat, liess 
ihn seiner Kunst halb gen Rom fordern und höret ihn gerne, 
ward auch von Walhen (Wälschen) hochgeloht, und von er- 
meltem Papst mit einem goldenen Stück und gnädigstei" Bezah- 
lung wiederum gen Nürnberg abgefertigt. Ist im Sterben 
a0. 1533 mit noch zweien Todten Bahren und 12 Kerzen auf 
St. Rochus Kirchhof zu Grab getragen worden.  
ln den vielen, von 1486 an beginnenden, kürzeren oder län- 
geren ilrkilndlichen Aufzeichnungen über diese Trompeten- oder 
Posaunenmacher, deren zwei waren, Vater und Sohn, beide Hanns 
geheissen, kommt der Namen niemals anders geschrieben vor als 
Neuschel, und man trug desshalb kein Bedenken, wenn auch bei 
Pulman  Heuss  Heinlein (I9) die in dem Mspt. befind- 
liche Uelverschrift, obgleich unrichtig, beibehalten und die Berich-
        

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