Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1405484
GLO CKEND ON, ILLUMINIST. 
NIKOLAUS 
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don's Kindern, resp. Söhnen war, da Niclaus 1534 auch schon todt 
war, nur noch der Sohn Albrecht und dessen Söhne, sowie Niclas 
Glockendon's Söhne am Leben. Die Witwe Kungund kommt noch 
vor, als sie sich gegen Erasmus Bettmann für ihren Eidam Jorg 
Harder, der 14. f. für Wachs binnen 5 Jahren zu zahlen hatte, 
verbürgt. Am 6. Dec. 1523. (Cons. 32, fol. 14. b.) 
S. auch Baader Beitr. 2, 50. 
NIKOLAUS 
GLOCKENDON, 
ILLUMINIST. 
Ich hab nicht gehört, dass ein fertigerer Illuminist, als 
dieser Nikolaus, mein lieber Freund, gewesen sei, der auch 
dazu Heissig war. Er illuminiret dem Bischof von Mainz ein 
Messbuch, dafür gab er ihm 500 f., und hat auch sonst viel 
Fürstenarbeit. Hatte zwölf Söhne, die zog er alle auf zu 
Kunsten. 
Sein Sohn Nikolaus, so in Preussen verschied, war beim 
Hannsen Koberger Demantschneider und dazu mit dem Gamahn- 
schneiden sehr Heissig; die andern Söhn, als Georg, Gabriel, 
Sebastian, Jacob und Wolf, sind Probierer, Maler und Bildhauer. 
Dieser Nikolaus hatte einen Bruder, hiess Albrecht, der 
war wie er im Illuminiren fleissig, und im deutsche Verse- 
machen, schier ein halber Poet, mit solchen Versen zieret er 
die Historien seiner Gemähld.  
Schon am Montag 18. Fbr. 1516 bekannte Nikolaus Glocken- 
don, dass Jorg Schwarz und Jorg Aichinger, Vormünder weiland 
Jorgen Glockendons seines Vaters seligen Geschäfts und Kinder, 
ihm alle und jede seine väterliche Legitima und Erbschaft, mit 
samt dem Rest der 35 f. auch väterlicher Legitima, die sie ihm 
hinterstellig schuldig gewesen, zu Dank ausgerichtet und bezahlt, 
dass sie ihm auch redliche Rechnung alles ihres Einnehmens und 
Ausgebens gethan und ihm allen seinen Theil und Gerechtigkeit 
soviel ihm an seinem väterlichen Erbtheil gebührt, zu seinen Han- 
den überantwortet haben, sagt sie darum in bester Form ledig und 
los. (Cons. 22, fol. 75 b.) Hierauf verkaufen Niklas Glockendon und 
Anna, seine eheliche Hausfrau, die Erbschaft ihrer Behausung im 
Taschenthal zwischen Michel Kochs des Schreiners Haus und dem 
Sonnenbad gelegen, mit ihren besonderen Rechten, an Michel Graf 
den Maler und Anna, seine eheliche Hausfrau, um 75 f. rh., wozu 
4. f. Stadtwährting Eigengeld und 4. f. rh. Gattergeld kommen, die 
Hannsen Glockengiessern gehören. Geschehen am Montag 18. Nov. 
1521. (Lit. 32, fol. 92 b.) Die Zahlung der Kaufsumme geschah in
        

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