Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1405474
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GEORG GLOCKENDON, DER ÄLTERE, 
ILLUMINIST UND BBIEFMALER. 
Das hier dem Niklas Glockendon zugesprochene Haus ist 
dasselbe, welches die Eltern ao. 1499 gekauft hatten. Die Witwe 
Kungund führte das Geschäft fort. Am 23. Sept. 1521 bekannte 
Anna, Jacob Maii-"s Ehewirthin, der Kungund Glockendonin 17 f. 
weniger eines halben Orts schuldig zu sein für Kalender und ge- 
malte Briefe, die ihr Mann von ihr erkauft habe, und zu bezahlen 
auf nächste Lichtmess 2 f. minder ein halb Ort, und nachher alle 
Lichtmess 5 f. bis die ganze Summe bezahlt sei. (Cons. 29, fol. 6.) 
Auch nahm sie Lehrlinge an, soi den Florio Storch, Sohn des ge- 
storbenen Feldhauptmannes Sebald Storch, der aber ohne Grund 
aus der Lehre austrat und daher eine Conventionalstrafe von 7 f. 
bezahlen musste. S. Anzeig. f. Kunde d. deutsch. V., 1874, Febr., 
p. n  
7Die Töchter wollten das Testament des Vaters anfechten, 
thaten es vielleicht auch, standen aber wieder davon ab. Am 
14. April 1534 bekannte Ursula, Georg Hai-der's eheliche Hausfrau, 
dass Albrecht Glockendon, ihr eheleiblicher Bruder, sich mit ihr 
wegen ihres erlebten väterlichen und mütterlichen Erbtheiles, und 
dann ihres Vaters weiland Georg Glockendons seligen gethanen 
Testaments, in welches sie Einrede zu haben vermeint hatte, güt- 
lich und unwiderruflich vertragen, dergestalt, dass er ihr 109 f. rh. 
in Münz jetzt baar dafür ausgerichtet und bezahlt habe, sagt ihn 
darum gänzlich ledig und los, mit Zeugniss Augustin Dichtels und 
Lucas Sitzingers. Und desselben Tages und mit denselben Zeugen 
bekennen Hanns Kissling und Sebald Schwan, als Vormünder wei- 
land Niclas Glockendons seligen gelassner Kinder, und mit ihnen 
Anna, desselben Glockendons Wittib, ihnen ihr und ihrer PHeg- 
ltinder erlebt väterlich und mütterlich Erb, das 117 f. rh. in Münz 
sei, völliglich und zu gutem Benügen zugestellt und bezahlt habe, 
sagen ihn ledig und los, in bester Form. (Cons. 46, fol. 65.) Verena 
(vorher Veronica geheissen), Paulus Lengenfeldefs eheliche Haus- 
frau, bekannte in Beisein und mit Willen desselben ihres Mannes, 
dass sie sich mit Albrecht Glockendon, ihrem eheleiblichen Bruder, 
von wegen ihres erlebten väterlichen und mütterlichen Erbtheils, 
und dann ihrer beiden Vaters Jorg Glockendons seligen verlassnen 
Testaments, welches sie etlichermassen anzufeinden vermeinte, güt- 
lich, auch endlich und unwiderruflich vertragen, dergestalt, dass er 
ihr 109 f. rh. in Münz ietzo baar desshalb bezahlt habe, sagt ihn 
darum gänzlich ledig und los, mit Zeugniss Augustin Dichtels und 
Lucas Sitzingers, am 28. Juni 1535. (Cons. 47, fol. 32.) 
Die Wittwe Kungund war, wie aus dem Ganzen hervorgeht, 
mittlerweile auch gestorben, von den Töchtern Ottilie und Agnes 
gebricht es an Nachricht. Paulus Lengenfelder und seine Frau 
Verena kauften 1535 ein Haus in St. Aegidiengasse (Theresien- 
strasse), wahrscheinlich S. 596. Er war Genannter des grössern 
Raths und als solcher Zeuge a. 1543, n. 37. Von Georg Glocken-
        

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