Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1405442
JACOB ELSNER, ILLUMINIST. 
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Rettbergis Kunstleben, 142, 14.3, gibt Bericht über Barthers 
und Hanns Sebald's Arbeiten, Gemälde und Kupferstiche. Ob Hanns 
und Sebald zweierlei Personen oder nur eine, ist man hier zu 
untersuchen nicht im Stande. Doppelmayr (196) nennt ihn BartheFs 
Vetter und Schüler, bestätigt aber, was Baader später von der 
aller guten Zucht und Ordnung entgegenlaufenden Lebensweise, 
insofern sie eine nothwendige Folge einer Lossagtlng von jedem 
positiven Gebot ist, sagt, und lässt ihn 1550 zu Frankfurt afM. 
sterben, wofür er ein Zeugniss anführt. Derselbe bespricht auch 
den Doppelnamen und glaubt, es komme dem Sebald nur dieser 
eine Namen zu. Eben so wird schwer zu ermitteln sein, ob der 
Namen Böhm oder Behaim oder Behem zu schreiben ist. 
Am 1. Dec. 1528 wurde ertheilt, dass man Sebalden, den 
Maler, der vergangener Tage, als man ihn, um seines Ungehorsams 
willen, auf einen Thurm gestraft hatte, entwichen war, auf eine 
bürgerliche Strafe, wenn er sich darein ergeben wolle, wieder ein- 
kommen zu lassen. RB. 
Ob der Maler Hanns Behaim, dessen "Conterfectur", "Nürnberg 
auf ein Bret gesetzt", der Rath 1540 dem Künstler abkaufte aber 
verbot, dergleichen nicht mehr zu machen, der obengenannte ist, steht 
dahin. (Baatier Beitr. I, 39.) Ueber Hanns Sebald Behaim s. IrIeller's 
Beiträge p. 92, woraus am Ende ersichtlich ist, dass er sich auf 
den mitgetheilten Büchertiteln doch nur einfach "Sebald" nannte. 
JACOB 
ELSNER, 
ILLUMINIST. 
Dieser Elssner war ein sehr angenehmer Mann bei den 
erbarn Burgern, des Lautenschlagens verständig, derhalben ihn 
auch die grossen Künstler im Orgelscblagen, welche waren 
Sebastian Imhof, Wilhelm Haller und Lorenz Staiber, sehr lieb 
haben, waren mit andern ihrer Gesellen täglich um und bei ihm. 
Er contcrfetet sie auch und illuminiret ihnen schöne Bücher 
und machet ihnen ihre Wappen und Kleinot, damit sie vom 
Kaisern und Königen begabt waren, in ihre Wappenbrief. 
Dieser Zeit war Keiner hier, der das gemalte Gold so rein 
machet wie er. 
Nach Rettberg Kunstleben p. 144 möchten die Malereien des 
sogen. Gänsebuches, eines in zwei Bänden bestehenden Choral- 
buches, das in der Sacristei von St. Lorenzen aufbewahrt wird, 
von diesem Elsner sein. S. p. 10 des Textes zum Nürnberger Gedenk- 
buch, Schragsche Hofbuchhdlg. zu Nürnberg. Elsner starb 1546, 
jedenfalls früher als Neudörfcr, und diese fallen in eine ziemlich 
Quellenscliriften f. Kunstgesch. X. II
        

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