Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1405328
JACOB HOFFMANN, 
GOLDSCHMID. 
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grössern Raths gewählt und ging als solcher seit 1571 aus dem 
Handwerk der Goldschmiede zu Rath, wesshalb er seit diesem Jahr 
amtlich den Titel Ilerr bekam. In Num. I. des vom Baierischen 
Gewerbmuseum zu Nürnberg herausgegebenen, von Dr. O. von 
Schorn redigirten Blattes "Kunst und Gewerbe" ist im Jahrgg. 1874. 
ein eingehender, von dem Redactetir verfasster Artikel über Wenzel 
Jamnitzer, worin ausser dem bekannten Merklischen Tafelaufsatz 
auch andere theils wirklich von ihm herrührende, theils ihm nur 
zugeschriebene Arbeiten besprochen werden. 
JACOB 
HOFFMANN, 
GOLDSCHMID. 
Dieser Hoffmann, ob er wol mein Freund und Bruder 
ist, so weiss ich doch mit allen Kunstnern zu bezeugen, dass 
er in Conterfetten, Wappcnsteinschneiden, Treiben, Giessen, 
Schmelzen, Reissen, auch von Gold und Silber zu arbeiten, 
hocherfahren, darum er denn auch, von wegen seiner Leutselig- 
keit, bei Königen, Chur und Fürsten, auch dem Adel lieb und 
werth gehalten wird; was grossen Verstand er aber in der Sym- 
metria hat, das geben seine grossen Werk, die er täglich in 
seiner Werkstatt aufbringt, zu erkennen. 
Er war um das herkömmliche Geld, 10 f. Währung, am 
Samstag 19. Oct. 1533 als Meister aufgenommen worden, Genannter 
wurde er 1547, starb 16. März 1564. Am 29. Sept. 1543 verkaufen 
Katharina, Johann Neudörfers, und Clara, Jacob Hoffmanns Ehe- 
wirtin, mit Beistand ihrer Männer, Jacob Hoffmann und Mathes 
Hartmann, Hannsen Sidelmanns seligen zweier Kinder, die er mit 
genannter Katharina Neudörferin erzeugt, neben der Neudörferin 
gesetzte Vormünder ihre frei lauter eigene Behausung in St. Sebalds 
Pfarre, neben Jacob Hoffmanns Behausung unter der Veste gelegen, 
wie sie von ihrem lieben Ehewirth und Vater seligen auf sie erblich 
gekommen ist, an Steffan Kämmlein, mit besonders bedungener 
(iemeinschaftlichkeit der Mauer nächst dem Hoffmännischen, ehe- 
dem der Christina Michel Wolgemuts Malers Wittwe gehörigen 
Hause, und des Brunnens, um 2030 f. rh., wobei Paulus Lengen- 
felder und Georg Herz Zeugen waren. (Hausbrief von S. 495.) 
llanns Sidelmann war ein Goldschmied wie auch der kaufende 
Stellan Kämmleiil, der 153i gegen 4000 f. Caution nach Jacob 
Wigelein's Tod Amtmann in der Schau geworden war, welche Bürg- 
schaft Jorg Diether, Arnold Wenk, Augustin Wigelein, und Katha- 
rina, Jacob Wigelein's WVitwe, am 2. Dec. für ihn übernehmen zu 
wollen zusagten. (Cons. 41, fol. 148 b.) Das Haus 495 hatte schon
        

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