Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1405250
IZO 
HANNS cum, 
GOLDSCHMID. 
man am 11. Oct. ihm verbieten, in der Zeit, da er nicht Silber 
münze, Wechsel mit silberner Münze um Geld zu treiben, auch 
nicht gewöhnlichen Wechsel zu treiben, welches gemeiner Stadt in 
der Wechsel bisher Abgang und Nachtheil gebracht habe, er soll 
auch um diesen getriebenen Wechsel mit Rüg vorgenonnnen und 
laut dem Gesetze gestraft werden.  Diese Vorfälle mögen ihn 
veranlasst haben, am 26. Fbr. 1509 zu kündigen, was angenommen 
und Hanns König, jedoch erst von Allerheiligen an, zu seinem 
Nachfolger bestellt wurde. 
Diese mit dem ältern Hanns Krug gehabten Erlebnisse nmögen 
zu den strengen Bedingungen, die man dem jüngern auflegen 
wollte, veranlasst haben. 
63g 
HIXNNS 
cum, 
GOLDSCHMID. 
Dieser Glim ist in den grossen Werken der silbernen 
Bilder von ganzen Stücken zu treiben hoch berühmt gewest, 
dazu hat er viel Kupfer und Kunst gestochen, derhalben auch 
Albrecht Dürer mit ihm in guter Verwandtnuss war und malet 
ihm von Oelfarben eine schöne Tafel, nemlich eine Abnehmung 
Christi vom Kreuz, die liess er für sich und seine verstorbene 
zwei Weiber in die Predigerkirche, an die Säule der rechten 
Hand neben dem Predigtstuhl aufhenken. Als aber sein Sohn 
seine Güter gar verschwendet hat, verkaufte er auch diese 
Tafel aus der Kirche an Herrn Hanns Ebner den altern. Als 
aber nun gedachter Glim zu einem ruhigen Alteij kam, ward 
er auch der Reformation und Rechten so läufig, dass er ihm 
und Andern advociret; letztlich traf ihn der Schlag, dass er 
ferner sich zur Kindheit nahet.  
Ein Hanns Glyni ist aus dieser ganzen Zeit, welche Neudörfer 
im Auge haben konnte, nicht aufündbar, auch hat Heller nichts 
beibringen können. Wol aber kommt Albrecht Glym vielmals vor, 
der ein bedeutender Goldschmid gewesen war, und nicht nur zwei 
Weiber hatte, deren zweite, Elsbeth Spalterin, Sebald Deichslefs 
Wittwe, aus einer geachteten Familie war, ihm auch ein schönes 
Stück Geld  für jene Zeit  zubrachte, sondern sogar drei, 
deren dritte, Margareth genannt,.ihn überlebte. Aber die oben 
befindlichen Angaben sind zu unsicher, um auf diese hin einen 
bestimmten Beweis, dass ein lrrthum, wie bei Pülman, Heuss u. s. w. 
vorliege, gründen zu können.
        

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