Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1405236
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HANNS KRUG" 
mm ÄLTERE, 
GOI, 
DSCHMID. 
ln den 1870 Nürnberg bei Fr. Korn erschienenen "Personen 
Namen Albrecht Dürers" ist p. 12 ff. über Hanns Frey Alles ge- 
sagt, was auf Grund urkundlicher Zeugnisse über ihn gesagt werden 
kann und worin namentlich der irrige NVahn, er sei ein l-Iand- 
werker und Agnes, seine Tochter, Dürers Frau, habe als Hand- 
werkerstochter eine ihres hochstrebenden Mannes unwürdige Gesin- 
nung von Haus aus besessen und sei bestrebt gewesen, ihn zu ihrer 
eigenen Niedrigkeit herunter zu ziehen, in seiner Grundlosigkeit 
dargethan wird. Neudörfer ist übrigens ganz ausser Schuld an 
diesem Wahn, denn er spricht von Hanns Frey nur als von einem 
in mancherlei Kunst, in Musik und Physik, wol bewanderten Dilet- 
tanten, der zu keiner Profession, wie die vorhergenannten Meister, 
die als Steinmetzen, (Joldschmide, Zimmerleute u. s. w. prädicirt 
sind, gehört hatte. Doppelmayr gibt ihm den Titel Mechanicus. 
Heller ergreift diese Gelegenheit, um über Agnes, Dürers Frau, 
herzufallen und die allbekannte Stelle aus Pirkheimefs Brief an 
Johann Tscherte, worin sie als die Ursache von Dürer's Tod be- 
zeichnet wird, abermals wiederzugeben. Es würde, nachdem Moritz 
Thausiilg diese Frage eingehend und lichtvoll behandelt hat, ver- 
lorene und ganz "überdüssige Mühe sein, hier diese Fehde auf's Neue 
aufzunehmen, und man muss sich an der Zustimmung der Vor- 
urtheilsfreien und Urtheilsfähigen, seien sie auch die Minderzahl, 
genügen lassen. Hier nur so viel. Hanns Frey gehörte als letzter 
Abkömmling zu einer zwar nicht rathsfähigen, aber durchaus als 
ehrhar geachteten Familie, die Handel getrieben hatte und innerhalb 
der Stadt wie ausserhalb Liegenschaften besass. Auf dem beim 
Sten Band der Städtechroniken befindlichen Stadtplan sind die 
Freyischen Häuser am Markt, S. 18 und 19, angegeben, die Sebald 
Frey, seines Vaters Bruder, das eine an Hanns Gartner, das andere 
an Bernhard Walther, den bekannten Astronomen, verkaufte. Er 
selbst, Hanns Frey, heiratete Anna Rumlin, aus der wohlbekannteil 
pHIFiClätiSChCH Familie, und hatte mit ihr zwei Töchter, die arg- 
verleumdete Agnes, die bekanntlich 14.94 Dürer's Frau wurde, und 
Katharina, die später Martin Zinner nahm, den sie überlebte. Als 
Hanns Frey 1523 gestorben war, fand sich ein Nachlass von baaren 
455 f. und einem auf der Losungstube angelegten Capital von 600 f. 
vor. Hanns Frey liegt auf St. Johannis Kirchhof nro. 64g begraben 
und der Stein ist mit dem Frey- und Rumlischen Wappen und den 
Worten: „der Freyen Begrebnus" bezeichnet, wozu später noch die 
Erinnerungen an Albrecht Dürer hinzugekommen sind. 
HANNS 
KRUG 
DER 
ÄLTERE, 
GOLDSCI-IMID. 
Dieser alte Krug war in allem Dem so zum Goldschmid- 
handwerk gehörig, geschickt und erfahren, sonderlich aber war
        

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