Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1405143
U  Vuu,  
25 Jahr alt, nachdem Veit Stoss, Bildhauer, ihr Ahnherr (eigentlich 
Urahnherr) seliger, ihr und ihren sechs Geschwistern, jedem 21 f. 
vermacht habe, dass Sebald Gar, ihr eheleiblieher lieber Vater ihr 
gedachte 21 f. ausgezahlt habe, worüber sie mit Zeugniss von Georg 
Volkamer und Joachim Tetzel am Dinstag g. Nov. 1546 quittirte. 
Cons. 62, fol. 148 b. Fast gleichlautend quittirte Conrad Gar, 
Goldschmid, Burger dieser Stadt, ohne sein Alter anzugeben, dass 
Sebald Gar, auch Goldschmid, sein eheleiblicher Vater, ihm die von 
Veit Stoss, seinem Ahnherrn, gesehafften 21 f. ausgezahlt habe und 
Gar nahm am I4. Dec. 1549 diese Quittung also an. (Cons. 69, 
fol. 85.) 
Mittlerweile war in dem Personal der immer noch fort- 
dauernden Vormundschaft durch deniTod Caspar Schmids eine 
Veränderung vorgegangen, indem Erasmus Reich für denselben ein- 
trat. Diese nunmehr aus Hanns Aschauer, Wilibald Stoss und 
Erasmus Reich bestehende Vormundschaft nahm aus Caspar Schmids, 
des Wilibald Stossen Schwähers, Nachlass alles in die Stossische 
Vormundschaft Gehörige in Empfang, was ihnen durch Jeronimus 
Fleischer Schermesserer, Sebald Schmid Rothschmid, und Sebald 
von Worms, Plattner, den drei Caspar Schmids sei. Testaments- 
ausrichtern, übergeben wurde, bestehend in einer eisernen Truhe, 
samt allen Büchern, Registern, Briefen, darin ein gewundener gol- 
dener Frauenring; ferner ein goldener Petschaftring, ein goldenes 
geschmelztes Täfelein, item einen ungarischen Goldgulden, vier un- 
garische Gulden schwer, 10 rhein. Gulden in Gold, und I9 rhein. 
Gulden in Gold. Auch legten sie über Caspar Schmids seligen 
Administration und Verwaltung, die Stossische Vormundschaft be- 
treffend, vollständige Rechnung ab. Die Stossischen Vorrnünder 
sagten nun die Caspar Schmidischen Vormünder am Mittwoch 
16. Jan. 1549 gänzlich ledig und los, was der Fleischer, Sebald 
Schmid und der von Worms also annahmen. (Cons. 67, fol. 89 b.) 
Darauf bekannte auch Barbara, Wilibalds Stossen Ehewirthin, dass 
ihr Jeronimus Fleischer, Sebald Schmid, und Sebald von Worms, 
als Ausrichter und Vollzieher weil. Caspar Schmids Rechenmeisters, 
ihres lieben Vaters seligen, Geschäfts ihre gebührende Legitima zu- 
gestellt, nämlich 287 f. 4 Pfd. 5 Pfg, und 20 f. Uebertheurung 
an der Behausung, so Katherina, ihre Stiefmutter, käuflich ange- 
nommen, ferner auch 198 f. 3 Pfd. 11 Pfg., ihrer Kinder Ueber- 
mass, samt 45 f. Erhöhung der verkauften Behausung, und sagte 
daher die Geschäftsexecutores und ihre Stiefmütter alles Empfangnen 
und aller Ansprüche am Montag 1x. Febr. 1549 ledig und los. 
(Cons. 67, fol. 101 b.) Wilihald Stoss wohnte an der innern Laufer- 
gasse, auf der nach Süden schauenden Seite. 
Dass sich die Executoren auch ihrer Pflicht gegen die Gari- 
sehen Kinder bewusst waren, ist ebenfalls noch löblich zu erwähnen. 
Nachdem Veit Stoss (hier ebenfalls Bildhauer prädicirt) seliger des 

        

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