Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1405065
oder todt sind, zustehen möchte, auch ausgenommen ein geschnitzt 
Adam und Eva, ein alt Weib, ein Kindleinstanz und ein gross 
Crucifix, so noch ungetheilt geblieben, daran Jedem Seine Gebühr 
unbegeben sein soll. Und nachdem er an seines Bruders, des Pro- 
vincials, statt, in der Theilung an Silbergeschirr und Hausrat für 
53 f. 4 Pfd. 20 Pfg., samt der väterlichen Kleidung  f. werth, 
daran den andern Brüdern herausgebührt 2 f. 2 Pfd. 22 Pfg., und 
Kunst und Arbeit, die ungeschätzt blieben, empfangen und ihm das 
zum Theil zugeschickt, aber derhalb zu quittiren nit genugsamen 
Gewalt hat, lässt er den Vormundeni inhändig an Barschaft in 
Münz 90 f., so lang bis sein Bruder seine Gebührniss auch gar 
empfät und genugsam quittirt. Gebetene Zeugen waren Hanns 
Schnöd und Hanns Lochinger. Ferner quittirt obernannter Florio 
Stoss die Vormünder um seinen gebührenden Theil der Uebermass 
an seines Vaters seligen Behausung, die um 200 f. rh. in grober 
Münz höher dann sie geschätzt, auch an den geschnitzten Bild- 
stücken, so um 90 f. rh. verkauft worden sind, als 24 f. 10 Kreuzer. 
Zeugen und Tag wie oben. (Cons. 46, fol. 56, 37.) 
Veit Stoss hatte aber auch die Garischen Kinder besonders 
bedacht. Am 20. April wurde zwischen Sebald Gar, Goldschmid, 
und seiner Hausfrau, eines, und den Vormunden, andern Theils, 
zu Recht erkannt, dieweil gemelter Gar sich erbeut, dass er 
seinen Kindern, des Stossen Eniklein (eigentlich Ureniklein) ihre 
125 f. auf dem Haus, dass er von Georgen Aichinger jetzo erkauft 
hat, dermassen woll versichern, dass sie nach demselben Aichinger, 
der 5 f. Eigenzins darauf behalten will, deren vor Männiglich darauf 
habhaft sein sollen, dass die Vormünder sich solches Erbietens 
billig sättigen lassen. (Cons. 46, fol. 67.) Am 4.. Juni bekannte auch 
Ursula, Sebald Gars, Goldschmids, chliche Hausfrau, mit Bewilli- 
gung ihres Mannes, dass die Executores ihr die 12 f. 20 Pfg, als 
ihren gebührenden Theil an den 290 f., der das Haus und die 
geschnitzten läildstüclte höher, als sie geschätzt waren, verkauft 
worden sind, zu Dank bezahlt haben, und quittirt sie desshalb mit 
Zeugniss von Sebald Schürstab und Jacob Kopfinger. Ferner be- 
kannten Sebald Gar und seine Hausfrau, nachdem sie ihren Kin- 
dern auf dem von Jorg Aichingcr erkauften Haus 125 f. anherr- 
liehen Geschicks versichern wollen, wie sie denn das, sobald der 
Kauf aufgerichtet ist, thun werden, dass sie dieselben ihre Kinder 
der 13 f. 7 Pfd. 1 Pfg., die ihnen über die gedachten 124 f. ge- 
bühren, auf allen andern ihren gegenwärtigen und künftigen, lie- 
genden und fahrenden Gütern versichert und die Testamentarier, 
als ihnen jetzt gegeben, quittirt haben wollen. Endlich versprechen 
bede Eheleut, 0b die Vormünder von dem würdigen Herrn Andreas 
Stossen, Provincial, von wegen der 20 f., so ihnen an der Tafel 
in der Frauenbrüder-Kirche hie zustehen und sie von ihnen, den 
Vormunden, hievor empfangen haben, über kurz oder lang ange-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.