Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des Johann Neudörfer Schreib- und Rechenmeisters zu Nürnberg Nachrichten von Künstlern und Werkleuten daselbst aus dem Jahre 1547
Person:
Neudörfer, Johann Gulden, Andreas Lochner, Georg Wolfgang Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1403538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1404784
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Rathhaus eine öffentliche Berufung zu thun und auszubieten, wenn 
Jemand den Thäter zu Gefängniss bringen oder anzeigen würde, 
damit er eingebracht würde, dem sollen darum von gemeiner Stadt 
100 f. gegeben werden, wenn auch desselben Thäters Gesellen, so 
damals bei ihm gewesen, ihn einlaringen oder anzeigen würden, der 
oder die sollten dieser That halben gesichert und aus Sorgen ge- 
lassen werden und die 100 f. dennoch folgen. Müllner erzählt 
diesen Fall ebenfalls mit einigen Nebenumständen, verlegt ihn aber 
in 1515. Er nennt jedoch Herman Henlein als Thäter, er sei zuerst 
in der Stadt geblieben, als aber allmälig Verdacht gegen ihn ent- 
stand, sei er nach Roth ins Geleit entwichen, dann sei er von dort 
weg und zuletzt zu Augsburg hingerichtet wortlen. Bestätigung 
hievon ist Folgendes: Am Mittwoch 19. Mai 1518 wurde dem 
Severin, Herrnan Henleins Sohn, der im Gericht in Beisein, auch 
mit Wissen und Willen Peter Henleins und Paulus Emerings, seiner 
Vormunde, angesagt hatte, er sei 20 Jahr alt, erlaubt, dass er den 
Hausrat, so tmgefähi" vier Gld. werth sei, seinem Vater zustelle, 
worauf er alsbald gedachte seine Vormünder, mit Wissen und Willen 
Peter Wests, seines hiezu gerichtlich gegebenen Curators aller und 
jeder seiner mütterlichen Erbschaft halben in bester Form ledig 
und los sagte. Cons. 23, fol. 98 b. Von einer lirau des nun Hüchtig 
gewordenen Thäters ist nicht die Rede, er war jedenfalls Wittwer 
und trieb sich auswärts herum. Aber die Verrufung und der aus- 
gesetzte Preis der 100 f. thaten doch ihre Wirkung, wie aus fol- 
gendem Verlasse zu sehen ist: Am Montag 6. Fbr. 1524 wurde 
der Schlosser Peter Henlein, weil er den Messerer Martin Lutz von 
Augsburg berüchtigt und beschuldigt hatte, er habe seinen Bruder 
Herman Henlein zu Augsburg angegeben und sei selbst mit den 
Stadtknechten und vor das Haus gegangen, darin sein Bruder ge- 
fängliclu sei angenommen worden, wofür er auch 100 f. empfangen, 
14 Tage auf einen Thurm gestraft und sollte dazu dem Lutz für 
seine Zehrung und ausgebrachte Kundschaft 2 f. bezahlen. Weil 
aber derselb Henlein auf eröffnete Straf und trotz dem angelobten 
Frieden auf dem Rathhaus gegen Martin Lutzen sagte, er sei den- 
noch der er sei wie vorher, wurden ihm zu voriger Strafe noch 
drei Tage zugegeben, und musste von Stund an vom Rathhaus auf 
den Thurm gehen, die aufgelegte Strafe zu vollbringen. 
Freilich geht aus dieser Geschichte nichts hervor, als dass es 
zwei Brüder des Namens Henlein gab, Herman den Messercr und 
Peter den Schlosser. Dass dieser der berühmte Erfinder der Taschen-V 
uhren, der anfänglich sogenannten NürnbergeLEier gewesen, lässt 
sich mit dem, was nun beigebracht werden urird, in keiner Weise 
darthun, er bleibt immer nur der Peter Henlein der Schlosser und 
es wird Jedermann unbenommen sein, an den Andreas Heinlein 
oderwenigstens an den Peter Hele zu glauben. Es würde auch 
nichts helfen, wollte man zeigen, dass die Oerlein, von denen Feli-
        

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