Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Von der hochedlen Malerei
Person:
Biondo, Michel Angelo Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1400544
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1401465
52 
110x110, 
VON 
DER MALEREI 
ein Bild, in welchem man Alles das sehe, was von St. Matthäus, 
St. Marcus, St. Lucas und St. Johannes geschrieben wurde. 
Es soll in einer bestimmten Weise gehalten sein, so, dass es 
nichts irdisch, oder gekünstelt Gemaltes an sich habe, sondern 
ganz natürlich sei, als ob es gar nicht von einem Maler her- 
rühre. Wenn ihr daher, meine lieben Maler, mich in diesem 
zehnten und letzten Gemälde befriedigen wollt, so beginnet das 
Bild mit jenem göttlichen Acte, als sich der Herr entschloss, 
seinen Sohn zu unserer Errettung auf die Erde zu schicken, 
machet dann die Fleischwerdung und Geburt Jesu, die An- 
betung der drei Magier, die Flucht der seligsten Jungfrau nach 
Aegypten, die Taufe des Johannes im Jordan, die Versuchung 
durch den Teufel, die Berufung des Petrus, Andreas, Jakob 
und Johannes, der Fischer, die Heilung des Aussätzigen und 
des Gichtbrüchigen, wie den Jüngern der hl. Geist eingehaucht 
wird, Johannes im Kerker, Christus im Schiffe, die Speisung 
der Menge in der Wüste, den Berg mit Jesus, Elias und Moses, 
die zehn Jungfrauen mit ihren Lampen, die Auferstehung 
Christi, die Himmelfahrt, die Aufnahme der heil. Jungfrau, 
endlich das jüngste Gericht, die Auferweckung und die Son- 
derung der Guten und Bösen. Urngebet dieses Gemälde mit 
einer Vermischung der vier Elemente und dann danket dem 
höchsten Künstler, welcher uns so grosse Gunst erwiesen hat, 
dass wir dieses Lehrbuch zu Ende brachten. Lobet daher Gott 
und keinen Anderen, dass ihr es nützlich und fruchtbringend 
Enden 
möget. 
Mus 
dem 
H duschen 
des 
'Bi0nd0, 
Zeit 
der 
Erneuerung 
seine)" 
Leiden.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.