Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Von der hochedlen Malerei
Person:
Biondo, Michel Angelo Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1400544
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1401455
RIONDO  
VON 
DER MALEREI. 
mit ihrer Mutter Hekuba, die griechische Königin Helena 
Kassandra, die Tochter des Priamus mit ihrer Weissagung, 
Wobei ihr alle machet, dass keine aus der Ordnung heraustritt 
und unterscheidet ihre Gesichter mit jener Lieblichkeit, wie sie 
gütigen und holden Frauen zukömmt. Den dritten Chor machet 
in Art und Weise derjenigen von jenseits der Berge, welche 
heute vom Hofe verbannt sind, indem ihr beginnt mit der 
erlauchtesten Tamaris, dann schreitet vor zur Pamphyle, der 
Entdeckerin des Seidenwurmes, zur Athalia, zur Dichterin 
Sappho und der anderen Prophetin, der berühmten Holda, der 
Hebräischen Judith, zur Lucretia, zur hochedlen Veturia und 
schliesset mit der Persischen Königin Esther, die ihr mit blü- 
henden] Jasmin umkränzt, auf den blonden, ja goldigen Haaren. 
Den vierten Chor beliebet in indischer Art zu machen, beginnet 
mit der Königin Artemisia, Olympia, der Königin von Mace- 
donien, füget hinzu die sehr ehrenwerthe Königin Suspicia, 
Martia, die Malerin, Sophonisbe, die Tochter HasdrubaPs, die 
dritte Aemilia, Claudia, die römische Vestalin, Ypsikratea, die 
Gemalin des Mithridates, Julia die Tochter des Cajus Ccesar, 
Kleopatra, die Königin Aegyptens, Portia, die Gattin des Brutus, 
Hortensia, die Tochter des grossen Redners, und indem ihr hier 
den Chor besclzliesset, lasset es nicht fehlen an Juwelen und 
Perlen um ihre Glieder, schmücket ihre Häupter nach Art der 
Königinen, verleihet ihnen Würde und den Augen jene Schön- 
heit, Welche sich für solche Frauen eignet, welche ich im An- 
fange gemeint habe und versprechet ihnen stillschweigend, wie 
viel ich vermöge, da ich nie ermangeln werde, sie zu feiern, 
bis sie berühmter sind, als je irgend eine Frau. Den Rest des 
Gemäldes Lnngebet mit Weinranken voll reifer Trauben und 
mit Vögclchen, welche von Feigen picken und sich von der 
reifen Traube nähren.  
Von 
dem 
zehnten 
Ca p.  
Gemälde. 
In der That hat die Natur, oder Gott vielmehr, zum 
Wohle unseres Zustandes gut vorgesorgt, als sie das heilige Wort 
vom hohen Himmel zur Erde niedersandte, darum möchte ich
        

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