Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Von der hochedlen Malerei
Person:
Biondo, Michel Angelo Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1400544
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1401444
des Lebens und machet, dass es aussieht, als komme sie aus 
dem irdischen Paradiese; sodann Sara, die Frau des grossen 
Patriarchen Abraham, Semiramis, die Königin der Assyrer, Jo, 
die Königin von Aegypten zur Zeit Jakobs, Niobe, die The- 
banische Königin, welche tausend Jahre vor der Ankunft Christi 
lebte, und verleiht ihnen einen Anblick, Wie er diesen Frauen 
geziemt, und wenn ihr mir etwas Angenehmes erzeigen wollt, 
so fügt dann hinzu Minerva, Welche zur Zeit Jakobs des grossen 
Patriarchen lebte, Rhea die Schwester und Gattin des Saturn, 
Juno, Welche zur Zeit Jakobs gewesen, Ceres die Königin von 
Sicilien und machet alle diese Frauen mit ähnlichen Proportionen 
und Gesichtszügen, wie jene der heutigen berühmten Vene- 
tianerinen. Lasset den Chor ohne bestimmte Ordnung einher- 
gehen, aber sehet zu, dass Marpesia und Lampedone die Ama- 
zonen-Königinen in Gesellschaft der Hypermnestra, einer griechi- 
schen Königin zur Zeit des Moses, gehen. Diana die Schwester, 
welche zur Zeit der Aegyptischen Knechtschaft lebte, gesellet 
der Arachne, der Erfinderin der Wollarbeit und der Tochter 
des grossen Thebanischen Propheten, Namens Manto, und mit 
der Hebräischen Deborah vom Stamme Ephraim, Argia, die 
Tochter des Adarastos, Medea, die Königin der Colchier, alle 
Sihyllen mit Orythia, der jungfräulichen Königin der Amazonen, 
die Penthesilea und die drei reich geschmückten Gorgonen. 
Hier schliesset den ersten Theil dieses edelsten Chores. Den 
zweiten Theil machet kurz, nach Art der Nymphen mit ihren 
Köchern und machet sie nicht ohne Bogen mit den Federn von 
Raubvögeln, bekleidet mit jenen l-Ialbstiefeln, welche ihnen die 
Natur seit Anfang der Welt gegeben, mit Guirlanden von Lor-- 
beer und Myrtlien, aber mit jenen engelgleichen Venetianischen 
Gesichtern, welche euch viel schöner dünken Werden, als die der 
schönen Parthenope, Welche jetzt ermattet am Ufer des Krater- 
Meeres weilt, denn jene leben inmitten des glänzenden und 
schönen Meeres, geschmückt mit jenem Roth, welches mich 
sterben macht, da ich sie oft sehen muss und mich ihrer nicht 
erfreuen kann. Doch ich sage: Geduld. Dann machet, dass 
Nikostrata die Erste im zweiten Zuge sei, darauf Caniilla die 
Königin der Volsker, Dido, die Königin CarthagoÄs, Saba malet 
wie sie beim Gerichtstage ist, die keuscheste Penelope, Polyxena
        

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