Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Von der hochedlen Malerei
Person:
Biondo, Michel Angelo Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1400544
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1401417
BIONDO, 
VON DER MAL 
EREI. 
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gesetzten Seite machet die Pest, welche wegen der Chryseis 
entstand, den Krieg des Turnus und Aeneas mit der Figur der 
Lavinia und den Raub der Sabinerinnen durch die Römer; 
Auf der dritten Seite malet desgleichen den Dichter Lucretius, 
wie er wegen Einer, die er liebt, aus Liebe wahnsinnig wird, 
dann füget dazu die Geschichte der Berenice und die That des 
Nicostratos, in der Proportion und den Farben, welche ihrer 
Würde, und wenn ihr wollt, ihrer Vorzüglichkeit geziemet. 
Atll" der vierten Seite malet den König Evander von Anglia 
und den Verrath seiner Frau, den Pterelaus, König der The- 
haner, mit dem Verrath seiner Tochter, den von seiner Tochter 
verrathenen Nisos, König von Megara, und füget hinzu den 
Krieg des Vaters und des Gemals der Kleopatra. In der Mitte 
des Schildes machet den von seinem Vater vergifteten Agatokles 
und desgleichen Delila, die Frau des Samson, wie sie das 
verhängnissvolle Haar von dem Haupte ihres Gemals Samson 
nimmt, machet auch noch den Kampf des Herkules und Nessos 
in Gegenwart der Dejanira und desgleichen den Amphiaraus, 
welcher von seiner Frau angeklagt wird, und wie Evander, 
von seiner eigenen Mutter überredet, seinen Vater tödtet, wie 
die Beischläferin Martia den Kaiser Antonius Commodus er- 
morden lässt, und schliesslich malet den Brand der Stadt 
Persepolis, geschehen durch Alexander auf Veranlassung seiner 
Buhlerin und den Streit des Themistokles wegen der Sestilia, 
und yerleihet einem jeglichen, was ihm zukommt und sehet, 
dass dort, wo die Todten und Erschlagenen zusamnlenltommen, 
Geier, Raben und andere Vögel nicht mangeln, Welche sich von 
menschlichen Cadavern ernähren, indem ihr all' dies zusammen- 
füget, wie es sich für das Gemälde schickt. 
Von 
dem 
siebenten 
Cap. 3x. 
Gemälde. 
Das siebente Gemälde soll ein Schiff in stürmischem 
Meere darstellen, in welchem der Steuermann mein Glück sei, 
der Patron der Verstand, die Seeleute die Sinne meines Körpers, 
welche man bei den verschiedenen läeschäftigungen des Schiffes 
vertheilt sehen soll. Das Tauwerk desselben seien die Adern
        

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