Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Von der hochedlen Malerei
Person:
Biondo, Michel Angelo Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1400544
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1401262
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BIONDO, 
VON DER MALEREI 
Nerven und Muskeln sich befinden. Deshalb kann ein Bedenken 
nicht aufstossen, weil insbesondere die Natur diese ganze Lehre 
darthut. Und beachtet die Gliedmassen sowohl an den wilden 
Thieren, als an den Monstren und am menschlichen Geschlechte 
aufmerksam, da ihr in dieser Kunst Studien machet, mit eigener 
Bemühung, und studiret sie mit Fleiss in der Malerei, denn 
ihr werdet in ihr Linglaublichen Nutzen finden, und nach dem 
Tode einen unsterblichen Namen hinterlassen. 
des 
Von dem Gedächtniss des Raphael 
ausgezeichneten Malers, und seiner 
Malerei und wo sie ist. 
(Iap. m. 
d'Ur-bino, 
unschätzbaren 
Es stellen sich aus den xiergangenen Jahren diejenigen 
vor meine Erinnerung, die jene berühmten Maler gewesen sind, 
welche heute noch einen solchen Ruf besitzen, dass, indem 
ich euch ihre Namen vorführe, verdientermassen das Lob, 
welches man einem vollendeten Meister in jeglicher lobens- 
würdigen und nothwendigen Kunst zu spenden pflegt,    41' 
deshalb erinnere ich mich jener wahrhaft ruhmreichen Menschen, 
indem ich hotfe, euch noch zu ähnlichem Ruhm und Ruf an- 
zuspornen, wenn ihr denjenigen in besagter Kunst ähnlich 
werdet, deren Name unsterblich ist. lhr gutes I-Xngedenken wird 
bis zu den letzten Bewohnern der Erde reichen, und wird auch 
in noch lobwürdigerem Gedächtniss bei tinseren Nachkommen 
stehen, als es ihnen heute von uns anderen zu Theil wird, 
denen sie nämlich noch vorkommen und sichtbar werden. 
Glücklich sind daher Jene, selig sind Jene, die eines so guten 
Namens sich freuen und deren Preis so tinschäitzbaren Werth 
hat, wesshalb ihr es, meine theuren Maler, nicht ausser Augen 
lassen möget, denselben Ruhm und das Lob sammt unsterb- 
lichem Rufe anzustreben. Beurtheilet denn die Malerei, die 
edelste unter den Künsten, betrachtet die göttliche Malerei jenes 
Raphael von Urbino, des ausgezeichneten Malers, und gehet 
nach Rom, um die heiligen Dinge zu besuchen; steigt hinauf 
Satz 
Original 
ebenso 
U1] V 
lständig.
        

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