Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Von der hochedlen Malerei
Person:
Biondo, Michel Angelo Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1400544
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1400843
EINLEITUNG  
Nachahmung hinstellt, 
dabei 
aber 
Notizen über 
Neueren 
die 
hin- 
zufügt, 
auch 
über 
l)crspectivc, 
Proportion 
u n d 
Farben 
handelt 
und endlich Ideen für Entwürfe origineller Compositionen an 
die Hand gibt. Seine Versicherungen, wie Lmsiiglich thcuer ihm 
die Malerei sei, seine komisch dringende Bitte an die Maler, 
ihm ein Gemälde des Meeres bei Venedig zu fertigen, werden 
wir wohl nicht zu ernst nehmen. Der confuse und dabei selt- 
sam 
bizarre 
Geist, 
der 
überhaupt 
in 
zahlreichen 
Ansichten 
des 
Verfassers 
extravagant 
genug 
entgegentritt, 
erscheint 
hierin 
auf 
die 
Spitze 
getrieben. 
Der 
Gedanke, 
den 
zeitgenössischen 
Malern 
Probleme 
ZLlF 
Ausführung zu bieten, ist meines Wissens dem Bionclo in jener 
Zeit allein eigen. S0 wenig freilich hier wie sonst ein derarti- 
gCF 
Versuch 
erfreuliche 
Resultate 
ZU 
Tage 
gefördert 
hat, 
SO 
sind 
diese 
Erfindungen , 
die 
LIHSCI" 
Autor 
crsann , 
Elf] 
und 
für 
sich 
doch 
geWiSS 
beachtcnswerth. 
Nicht 
dass 
ihnen 
Schön- 
heit, 
Poesie , 
Geschmack 
oder 
insbesondere 
Kunstvcfständniss 
nachrühlnen 
könnte, 
ihr 
Werth 
Für 
die 
Kunstgeschichte 
beruht 
darin, dass sie, wie ich 
eine gewisse geistige und 
in den Noten zu zeigen beabsichtige, 
inhaltliche Verwandtschaft mit Com- 
positionen 
der 
damals 
lebenden 
Meister 
Italiens 
besitzen, 
deren 
sonst schwer verständliche, allcgorisch-phantastische Sujets 
nun aus Biondds Gemälde-Entwürfen vielleicht besser 
sich 
ver- 
stehen 
lassen. 
Umgekehrt 
liefern 
sie 
wieder 
den 
Beweis , 
dass 
diese 
irngespilmnste 
nicht völlige Hi 
sind, 
sondern 
Gedanken- 
dem 
kreis, 
in 
dem 
sich 
die 
gleichzeitige Erfindung 
bewegte, 
wirklich 
entsprechen. 
unter 
ragt 
Colonna 
allen Venezianischen Kunstschriftstellern 
durch die Wahrheit der Gesinnung und Intention, sowie durch 
die edle Begeisterung, den Feuereifer eines Propheten hervor, 
mit dem er die Kunst auf der Grundlage der Antike predigt. 
Nächst ihm zeichnet sich, wenn auch in anderem Betrachte, Dolce 
aus, auch ihn spornt ein Vorhaben, um das es ihm völlig Ernst
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.