Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Von der hochedlen Malerei
Person:
Biondo, Michel Angelo Ilg, Albert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1400544
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1400801
EINLEITUNG. 
Wunderliche, vorzugsweise in Betreff solcher Gemälde, deren Sujets 
Wir heute vielleicht etwas zu allgemeinhin mit der Bezeichnung: 
allegorisch-phantastisch abzuthun pflegen, gewinnt durch Hinblick 
auf 
die 
in 
diesem 
Buche 
gesammelten 
Programme 
für 
Stoff- 
malerischen Compositionen 
Wahlen zu 
ein 
neues Licht, Sinn 
und 
Bedeutung. 
Aber 
auch 
im 
Allgemeinen 
dürfte 
der 
Inhalt 
der 
Schrift 
Werthvoll 
erscheinen, 
insofern 
ElUS 
ihm 
die 
naive, 
geisterungsfrohe 
Auffassungsweise 
spricht , 
Welche 
die 
damalige 
Aera, 
Dank 
Einflüssen 
den 
einer 
neubelebten 
Püege 
der 
Antike, 
den 
Künsten 
entgegenbrachte; 
jene 
freilich 
sorglose, 
kindisch- 
poetisch 
feibende 
übertl 
Manier , 
welche 
die 
gesamrnte 
Literatur 
der 
Humanisten-Zeit 
und 
des 
ganzen 
XVI. 
Jahrhunderts 
kenn- 
zeichnet, 
welche 
derselben 
Stätte, 
in Venedig, 
einmal 
schon, 
gerade 
ein 
halbes 
Säculum 
früher, 
in 
der 
Hypnerotomachia 
Poliphili 
mit dem grössten Aufwande aller 
Gebote 
der Periode zu 
stehenden 
Mittel 
d e m 
Enthusiasmus 
derselben 
für 
Antike 
und 
Kunst 
überhaupt 
Ausdruck 
gewährt 
luatte. 
Es 
mag 
Wenig 
quicklich sein, 
sich 
den 
Ideen- 
Kreis 
solcher Schriftsteller 
hin- 
Hirngespilansten von 
Träumereien und 
einzulesen, ihren drolligen 
der 
Nachfolge 
Plinianischer 
Künstler 
und 
der 
Anstrebung 
ihres 
anekdotenhaften 
Nimbus 
durch 
die 
Meister 
ihrer 
Gegenwart 
Zll 
f-Olgenv 
die Vorstellungen, 
dem 
welche sie hieraus von 
Ideal 
ihrer 
contelnporainen Kunst 
gewannen , uns selber Wieder 
vorzustellen, 
aber 
CS 
wird 
dies 
dennoch 
ein 
richtigerer 
Weg 
sein, 
ZU 
vollerem 
Verständniss 
der 
Vergangenheit 
ZU 
gelangen , 
als 
der 
artige 
Betrachtungen , 
welche 
ausnahmslos 
seit 
dem 
Jahr 
hunderte 
jedem italienischen Autor 
wieder 
aufstossen, 
einfach 
als 
oratorischc Decoration 
achten, 
zu betl 
als solche 
bei Seite 
ZU 
legen und dafür ein völlig modernes historisch-philosophisches 
Gerüste zu CODSIFUiTCH, wie es Neuere nicht selten zu thun 
pHegCD , 
VOR 
dem 
EIUS 
dann 
jene 
fernen 
und 
SO 
verschiedenen 
Erscheinungen schief betrachtet und 
beul 
Theilt werden. 
Vielleicht 
ist 
der 
Weg 
der 
sichrere: 
bloss 
mit 
Zuhilfenahme 
der 
Mittel,
        

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